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Themen Arbeits- und Gesundheitsschutz | ||||||
| Arbeits- und Gesundheitsschutz | ||||||
| Die GEW - Motor des Arbeits- und Gesundheitsschutzes Der Arbeits- und Gesundheitsschutz hat über viele Jahre an den Schulen, Kindergärten und Kindertagesstätten ein Schattendasein fristen müssen. Erst in den letzten Jahren hat sich dies verändert. Mittlerweile wird allgemein anerkannt, dass die Pädagog/innen und Erzieher/innen in ihrem Arbeitsalltag erheblichen physischen und psychischen Belastung ausgesetzt sind, mit der Folge, dass viel zu viele Beschäftigte frühzeitig krank und frustriert aus ihrem Beruf aussteigen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat ihren Teil zu diesem Bewusstseinwandel beigetragen. Beharrlich haben wir seit der Verabschiedung des Arbeitsschutzgesetzes 1996 auf die problematischen Arbeitsbedingungen in Schulen und Kindertagesstätten hingewiesen und eine Verbesserung des betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz eingefordert und angeregt. Viele der mittlerweile in Baden-Württemberg ergriffenen Maßnahmen gehen auf den Druck und die Initiative der GEW zurück. Im Schulwesen konnten wir 2001 die Einrichtung eines betriebsärztlichen Dienstes beim Kultusministerium erreichen. Maßgeblich war die GEW zusammen mit ihren Personalräten auch an der Erarbeitung der zurzeit laufenden individuellen Gefährdungsanalyse beteiligt. Zusammen mit dem Kultusministerium haben wir überdies ein Maßnahmenpaket zur Gesundheitsprävention an Schulen erarbeitet, das nun mit 4,2 Millionen Euro von der Landesregierung umgesetzt werden soll. Auch im Bereich der frühkindlichen Erziehung scheint die langjährige Aufklärungsarbeit langsam Früchte zu tragen. Unterstützt von der GEW haben die Erzieher/innen und Sozialpädagog/innen durch ihren Streik im Sommer 2009 erstmals eine tarifliche Regelung für die betrieblichen Gesundheitsförderung erstritten. Auf dieser Seite möchten wir Sie über die Arbeitsbedingungen, den Arbeits- und Gesundheitsschutz und die Arbeit der GEW zu diesen Themen informieren. Wir hoffen, Sie gewinnen beim Stöbern auf der Seite neue Anregungen und Einsichten. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Lehrer/innen schaffen es nicht bis 67 (04/09) - GEW: Wo bleibt das zugesagte Programm zum Gesundheitsschutz? Stuttgart – „Eine Erhöhung der Altersgrenze für Lehrerinnen und Lehrer ist absurd, so lange es derzeit nur ein Viertel schafft, bis zum Alter von 65 zu unterrichten. Seit über einem Jahr warten wir vergeblich auf das von der Landesregierung zugesagte Konzept zum Erhalt der Arbeitsfähigkeit bis zum Erreichen des Pensionsalters“, sagte Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), anlässlich der Rentenkonferenz der Gewerkschaft verdi.. In Stuttgart fand die Rentenkonferenz unter dem Titel „Rente statt Rendite – Gegen Rente mit 67“ im April 09 statt. Die Bildungsgewerkschaft GEW macht sich für einen Strategiewechsel in der Personalpolitik des Landes stark: „Eine vorausschauende Personalpolitik muss dafür sorgen, dass möglichst alle Beschäftigten gesund ihren Ruhestand beginnen können, statt durch die Erhöhung der Altersgrenze auf Kosten der Beschäftigten zu sparen. Wer einen leistungsfähigen öffentlichen Dienst erhalten will, muss anders mit seinen Beschäftigten umgehen", so Moritz. Flyer zum Thema hier kostenlos laden: (pdf-Datei):
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| Schulleitungen werden bei Arbeitssicherheit allein gelassen (03/09) - Brandschutz: Das Kultusministerium (KM) nimmt seine Verantwortung nicht ausreichend wahr! Die neue Handlungshilfe Brandschutz zeigt, wie notwendig fachliche und personelle Unterstützung für die Schulleitungen ist. Seit Jahrzehnten fordert die GEW Sicherheitsbegehungen durch Fachkräfte für Arbeitssicherheit an Schulen. Genauso lange sind die Schulleitungen mit dieser Aufgabe allein gelassen und auf den guten Willen der Kommunen angewiesen. Während der personenbezogene Arbeits- und Gesundheitsschutz jetzt bei den Schulen ankommt, sind für den arbeitsplatzbezogenen Arbeitsschutz nur Handlungshilfen geplant: Sie nehmen wieder einmal die Schulleitungen massiv in die Pflicht. Der HPR GHRS hat in einem Initiativantrag den Aufbau von Fachkräften für Arbeitssicherheit durch das Land gefordert. Dieser Antrag liegt zur Entscheidung beim Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg. mehr... | ![]() | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Handlungshilfe zur arbeitsplatzbezogenen Gefährdungsbeurteilung (09/08) - Das Kultusministerium hat zusammen mit der Unfallkasse Baden-Württemberg zum Thema „Erste Hilfe an Schulen“ eine Handlungshilfen zur arbeitsplatzbezogenen Gefährdungsbeurteilung herausgegeben. Sie gliedert sich in eine Technische Anleitung, eine Gefährdungsbeurteilung, die an der einzelnen Schule vorzunehmen ist und höchst lesenswerte Detailinformationen, die jede Lehrerin und jeder Lehrer kennen sollte. In der dritten Ausgabe der "Schulleitung" 2008 sind 18 Fragen und Antworten dokumentiert, die detailliert zu diesem Thema Auskunft geben. Die entsprechenden Seiten stehen hier als pdf-Datei zum Laden/Lesen zur Verfügung:
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| Aggressivität von Schüler/innen und Eltern macht Lehrer/innen krank (07/08) - Welche Faktoren machen schulische Lehrkräfte krank? Mediziner der Freiburger Universitätsklinik um Studienleiter Professor Joachim Bauer und Dr. Thomas Unterbrink haben jetzt erstmals analysiert, dass insbesondere erlebte Aggressivität eine ganz wesentliche Ursache für Krankheiten sind. "Offene Feindseligkeit, schwere Beleidigungen und Aggressivität, denen Lehrkräfte im Klassenzimmer von Schülerseite ausgesetzt sind, erwies sich - unter vielen berücksichtigten Einflüssen - als der bei weitem stärkste die Lehrergesundheit belastende Einzelfaktoren. Auch von Elternseite erlebte Aggressivität und Unzufriedenheit hatte einen signifikanten negativen Einfluss. Besonders dramatisch scheint die Situation an Hauptschulen zu sein, wo - wie die Freiburger Forscher feststellten - allein innerhalb eines Jahres mehr als 53% der Lehrkräfte erleben, dass sie im Unterricht von Schülern schwer beleidigt oder aggressiv angegangen werden.", so schreibt der Informationsdienst Wissenschaft in seiner Mitteilung vom 10.07.2008 Die Ergebnisse der Studie erscheinen demnächst in deutscher Sprache. Vorabinformationen in englischer Sprache stehen bereits im Internet zur Verfügung. Download hier... | Weitere Informationen:![]() | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Wie Pest und Cholera – Lärm im Klassenzimmer (05/08) - Hilflos hingenommen, ignoriert, unterschätzt, aber mit großem Einfluss auf alle Beteiligten: der Lärm im Schulgebäude, insbesondere im Klassenzimmer, hat enorme Auswirkungen auf die Lehrergesundheit und den Lernerfolg der Schüler/innen. Neue Untersuchungsergebnisse belegen, dass Lärm weit mehr als ein „unerwünschtes Geräusch“ ist. Neben den Tuberkulosebakterien sah Robert Koch im Lärm einen Menschheitsfeind, den man „unerbittlich bekämpfen müsse wie die Cholera und die Pest.“ Und Schopenhauer schimpfte, dass es in Deutschland wohl so sei, „dass vor Lärm niemand zur Besinnung kommen solle...“ Lärm in Klassenzimmer raubt zwar nicht gleich die Besinnung, er schädigt aber die Gesundheit der Lehrpersonen und führt zu nachweisbar schlechteren Lernerfolgen der Schüler/innen. Untersuchungen darüber sind aufwändig und langwierig, da sich manche Effekte naturgemäß erst Jahre später zeigen. Die weltweit umfangreichste epidemologische NaRoMI-Studie der Berliner Charité weist ein erhöhtes Herzinfarktrisiko bei steigenden Schallpegeln nach, wobei sich Art, Höhe und Dauer der Lärmbelastung auf Frauen und Männer unterschiedlich auswirken. Lärmschwerhörigkeit führt die Liste der anerkannten Berufskrankheiten mit 39 Prozent an. Und wer kennt nicht in seinem Kollegium wenigstens ein, zwei vom Tinnitus gequälte Kolleg/innen?! mehr... | ![]() | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Ein erster Schritt zu mehr Lehrergesundheit?! (05/08) - Zum ersten Mal hat sich eine AG im Kultusministerium unter Mitwirken der GEW mit der Gesundheitsprävention von Lehrerkräften befasst und ein Maßnahmenpaket im Umfang von 4,2 Millionen Euro zusammengestellt. Die Verhandlungen der GEW um den Erhalt der Altersermäßigung machten diese Arbeit erst möglich. Die Vorschläge wurden Ende Januar 2008 Ministerpräsident Oettinger vorgelegt. Die Vorschläge sollen in die Dienstrechtsreform einfließen. Befürchtungen, dass sie dort untergehen könnten, sind nicht unberechtigt. Das Maßnahmenpaket ist ein Kompromiss zwischen den Vorschlägen von Kultusministerium, GEW und Beamtenbund. Voran ging eine intensive Bestandsaufnahme. Der AG wurde schnell klar, dass den Beschäftigten in jeder Lebensphase Gesundheitsprävention und -erhalt ermöglicht werden muss. Dazu sind Veränderungen im System notwendig. In keinem Großbetrieb engagieren sich die Träger der Krankenkosten (Beihilfe und private Krankenversicherung) in der Gesundheitsprävention so wenig wie bei Lehrkräften – nämlich überhaupt nicht. Das Pensionierungsalter von Lehrer/innen lag 2006 bei 62,5 Jahren. Nur 26,8 Prozent gehen mit der gesetzlichen Altersgrenze in den Ruhestand. Die mit Abschlägen verbundene Antragsaltersgrenze nehmen 53,8 Prozent in Anspruch, wegen Dienstunfähigkeit gehen 19,4 Prozent vorzeitig in Ruhestand. Viele Kolleg/innen erkaufen sich den früheren Ausstieg mit Freistellungsjahren und Beurlaubungen. Der Anteil der Schwerbehinderten steigt über 50 Jahren deutlich an. Es fehlt an arbeitsplatzbezogenen Präventionsangeboten und an ambulanten und stationären Maßnahmen in Reha-Einrichtungen. mehr... | ![]() | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Demnächst für alle Lehrkräfte! (12/07) - Sechs Stadt- und Landkreise sollen im Schuljahr 2007/08 mit der Umsetzung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes nach einem geregelten Verfahren beginnen. Einiges ist dabei immer noch nicht geklärt. Seit 1996 ist die Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen nach dem Arbeitsschutzgesetz für alle Arbeitgeber verpflichtend. Mit Beginn dieses Schuljahres will das Kultusministerium die Umsetzung der personenbezogenen Gefährdungsbeurteilungen nun endlich flächendeckend an den Schulen und Schulkindergärten des Landes einführen. Nach den unzureichenden Ergebnissen der ersten Testphase in den Jahren 2001-2005 wurde unter Hinzuziehung von Wissenschaftlern ein Erhebungsinstrument und ein Verfahrenskreislauf entwickelt, der im Landkreis Ludwigsburg vorab getestet wurde. Das Ergebnis: der verwendete Fragebogen erfüllt die Messgütekriterien und das Verfahren zur Durchführung des Fragebogens wurde von den teilnehmenden 402 Lehrkräften als positiv bewertet. mehr... Älterer Beitrag zu diesem Thema: (1-2/07) Die sicherheitstechnische Betreuung des Arbeitsplatzes von Lehrer/innen ist in einem fahrlässigem Zustand. GEW und Hauptpersonalräte fordern sofortige Abhilfe. Der VHG Baden-Württemberg bestätigt die berechtigten Forderungen der GEW. mehr... Informationen zur ersten Phase des Arbeits- und Gesundheitsschutzes für Lehrkräfte in Baden-Württemberg finden Sie in der nachfolgenden pdf-Datei:
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| Erste Studie über die Belastungssituation von ErzieherInnen (06/04) - Die GEW Baden-Würtemberg hat die erste Studie zum Arbeitsschutz von Erzieherinnen vorgelegt. Prof. Rudow hat am 03.05.04 den Projektbericht "Belastungen und der Arbeits- und Gesundheitsschutz bei Erzieherinnen" in Stuttgart vorgelegt. "Der tägliche Lärm, die Größe der Kindergruppen, die große Anzahl verschiedener Arbeitsaufgaben, Personalmangel und Zeitdruck sind einige der häufigsten Belastungsfaktoren. In der Arbeit von Erzieherinnen treten im Vergleich zu vielen anderen Berufen überdurchschnittlich hohe psychische Belastungen auf", sagte Rudow.
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| Material zum Weiterlesen
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| Einige Internet-Adressen zum Thema Arbeits- und Gesundheitsschutz
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