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 | (b&w 7-8/07 Seite 9)
| Vergleichsweise gute Aussichten
Gymnasialbereich: Obwohl die Einstellungschancen an Gymnasien für Bewerber/innen mit den „richtigen“ Fächern und für jene, die regional flexibel sind, im Vergleich zu anderen Schularten gut sind, ist die Unterrichtsversorgung nicht gesichert.
Anders als die Besorgnis erregenden Ankündigungen des KM im Dezember 2006 vermuten ließen, haben gymnasiale (!) Lehramtsbewerber/innen auch im Jahr 2007 noch ziemlich gute Einstellungschancen, obwohl die Landesregierung in diesem Jahr keine zusätzlichen Stellen geschaffen, sondern Stellen gesperrt hat. Auch wurden allein im gymnasialen Bereich ca. 180 Stellen durch die Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung der Referendare eingespart.
Trotzdem haben gymnasiale Bewerber/innen mit bestimmten Fächern bzw. Fächerkombinationen und solche, die bereit sind, in sogenannte Randregionen zu gehen, immer noch gute Chancen auf einen Arbeitsplatz. Dies geht jedoch voll zu Lasten der Lehramtsbewerber/innen im Grund- und Hauptschulbereich: Ca. 400 Grund- und Hauptschul-Stellen werden in den gymnasialen Bereich umgewidmet, weil die Schülerzahlen an Gymnasien im kommenden Schuljahr um ca. 3600 steigen. Im laufenden Schuljahr 2006/07 konnte der reguläre Unterricht nicht abgedeckt werden, weil Stellen für eine funktionierende Krankheitsreserve fehlten. Daran wird sich auch im neuen Schuljahr wenig ändern. Weitere Folgen der unzureichenden Lehrerversorgung werden sein:
Arbeitsgemeinschaften und Fördermaßnahmen müssen gestrichen werden, es wird vermehrt Unterrichtsausfall geben, den Kolleg/innen droht Mehrarbeit durch große Klassen und Kurse, mehr Vertretungsstunden werden gehalten müssen. Im Regelstundenmaßerlass heißt es im Abschnitt A, IV: „Sofern aus Gründen der Lehrauftragsverteilung die Unterrichtsverpflichtung eines Lehrers nicht seinem Regelstundenmaß entspricht, ist der erforderliche Ausgleich spätestens im darauf folgenden Schuljahr vorzunehmen.“ Vor allem wegen des anhaltenden fachspezifischen Lehrermangels war es unmöglich, den erforderlichen Deputatsausgleich im Rahmen der Erlassregelung vorzunehmen. Viele Kolleg/innen schieben seit Jahren eine Bugwelle von zu viel geleisteten Deputatsstunden vor sich her. Daran wird sich wohl auch im kommenden Schuljahr nichts ändern. Die Kolleg/innen müssen die völlig unzureichende Stellenpolitik der Landesregierung mit anhaltender Überlastung bezahlen.
Lehrereinstellung 2007 in den gymnasialen Schuldienst (Stellen !)
Lehrereinstellung 2007 in den gymnasialen Schuldienst (Stellen !) | | Land BW | | 2007 | 2006 | | 1.Summe der besetzbaren (Beamten-)Stellen | 828,00 | 832,0 | | 2.Stellenverbrauch - Zusatzqualifikation | -42,88 | -44,5 | | 3.Stellenverbrauch - schulbezogene Stellenausschreibung | -472,54 | -399,5 | 4.Summe der im Hauptauswahlverfahren zu besetzenden (Beamten-) Stellen | 312,58 | 388,0 | 5.Summe besetzbare Mittel (im Hauptauswahlverfahren) (= Angestellten-Stellen/Ausgleich für Praxissemester) | 96,00 | 109,0 | 6.Summe der im Hauptauswahlverfahren besetzbaren Beamten- und Angestelltenstelle | 408,58 | 497.0 |
Hinweis zur Verdeutlichung: Die Tatsache, dass trotz der in den beiden genannten Jahren vergleichbaren Summe der besetzbaren Stellen (1.) die im Hauptauswahlverfahren 2007 insgesamt besetzbaren Stellenzahl deutlich niedriger ausfällt als 2006 (6.), erklärt sich vor allem aus dem deutlich höheren Stellenverbrauch durch schulbezogene Stellenausschreibungen (3.)
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