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Pfad zur Seite:Startseite - Aktuell - Zeitschrift b&w - b&w 2007 - März 2007 - Girls' Day

Girls' Day

(b&w 3/07
Seite 40)

www.girls-day.de



Girls’ Day 2007 – Wie gehen die Schulen damit um?

Seit 7 Jahren findet der Girls’ Day in Deutschland statt, dieses Jahr am 26.April. Er richtet sich wie jedes Jahr an Schülerinnen aller weiter führenden allgemein bildenden Schulen ab Klasse 5 sowie an Schülerinnen der beruflichen Schulen. Neu ist dieses Jahr, dass viele der regionalen Arbeitskreise vor Ort auch Veranstaltungen für Jungen anbieten und diese Jungenprojekte an den Schulen begleiten.

Die Idee des Girls’ Day – Mädchen für technische Berufsfelder oder Studienfächer zu werben – hat in den vergangenen Jahren nicht an Notwendigkeit verloren. Immer noch wählen Mädchen, aber auch Jungen ihre Berufe unter stark geschlechtsspezifischen Blickwinkeln.

An den Schulen ist der Gedanke des Gender Mainstreaming noch nicht umfassend angekommen. Obwohl in allen Schularten Berufsorientierungswochen stattfinden, von OiB über BORS zu BOGY, ist hier kein Aufbrechen des traditionellen Berufswahlverhalten festzustellen: Bei Praktikumsstellen gehen Mädchen in Zahnarztpraxen und Kindergärten, Jungen in Metallbetriebe und die Elektrotechnik.

Ein Schulprogramm ist nötig, damit der Umgang mit diesem Problem nicht vom einzelnen Lehrer/innen abhängt: bei Pensionierung oder Erlahmen der Aktivität einzelner Lehrkräfte darf die Beteiligung von Schulen am Girls Day nicht ins Hintertreffen geraten, Informationen müssen weitergegeben werden, Anmeldemodalitäten bekannt sein. Ein Girls’ Day muss vor - und nachbereitet werden und in den Unterricht integriert werden. Das heißt Mehrarbeit für die Kolleginnen und diese Mehrarbeit muss honoriert werden. Wenn der Girls’ Day und die Angebote für Jungen nicht an der Schule verankert sind, dann ist die nachhaltige Wirksamkeit in Frage gestellt.

Obwohl die Schulen sich zunehmend um die beruflichen Chancen ihrer Absolvent/innen kümmern und Kontakte mit Firmen pflegen, geschieht dies selten unter dem Aspekt traditioneller Berufsorientierungen von Mädchen und Jungen. Um den Schüler/innen eine breite Auswahl an Berufen und damit Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu geben, müssen diese Geschlechtergrenzen aufgebrochen werden.
Gefordert wird deshalb:

  • Die Berufswahlorientierung unter geschlechtsspezifischem Blick muss ins Schulprogramm aufgenommen werden.
  • Der Girls’ Day soll in der Schule von allen Kolleg/innen als Aufgabe der Schule gesehen werden und die Modalitäten der Teilnahme müssen abgesprochen werden.
  • Der Girls’ Day muss vor- und nachbereitet werden.
  • Eine Lehrkraft ist für die Organisation des Girls’ Day und seiner Angebote für Jungen verantwortlich, was auch in ihrem Lehrauftrag Niederschlag findet.

Zum Girls’ Day bieten viele Firmen Angebote für Mädchen über das Internet an unter: www.girls-day.de auf der Aktionslandkarte.

Dorothee Wetzel

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