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Mehreinnahmen im Land

Mehreinnahmen der Kommunen

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Mehreinnahmen der Kommunen
Spitzenverdiener im Ländle

Mehreinnahmen der Kommunen für Kinder und Bildung ausgeben

Angesichts prall gefüllter Kassen fordert die Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stuttgart Kommunen auf, ihre Mehreinnahmen in ein hochwertiges Bildungs- und Kinderbetreuungsangebot zu investieren und für den Schuldenabbau zu nutzen. Nach Angaben der IHK verfügen die Landeshauptstadt und die 24 Großen Kreisstädte für 2008 dank guter Konjunktur und sprudelnder Steuereinnahmen über eine sehr günstige Haushaltslage und durchschnittliche Steuermehreinnahmen in Höhe von 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, das auch schon einen besonderen Geldsegen beschert habe.

Für die IHK ist das die ideale Ausgangsposition, um zum Beispiel Schulen zu modernisieren, Kitas besser auszustatten, Ganztagsschulen einzurichten oder anderweitig in Strukturen zu investieren, die berufstätige Eltern unterstützen. Was die Unternehmen an Steuergeldern erwirtschaftet haben, nütze allen, wenn es in die Kinder investiert werde. Ebenso wichtig sei die Konsolidierung der kommunalen Finanzen und Schuldenabbau, um künftige Generationen nicht zu belasten. Die IHK-Haushaltsanalyse 2008 „Kommunale Kassen klingeln“ mit regionalem Vergleich von Finanzsituationen, Investitionen, Kinderbetreuungsausgaben und anderen Kennzahlen kann im Internet kostenlos abgerufen werden unter: www.stuttgart.ihk.de, Dok.-Nr. 8575.

Spitzenverdiener im Ländle

(b&w 10/08
Seite 30)

Spitzenverdiener im Ländle

Knapp 5 Millionen Steuerpflichtige in Baden-Württemberg spülten im Jahre 2004 satte 28 Milliarden Euro Steuern in die Staatskasse. 42 Prozent davon zahlten die 805.700 Bürger/innen (= 16,8 Prozent), die zwischen 50.000 und 125.000 Euro im Jahr einnahmen und dabei einem durchschnittlichen Steuersatz von 23,8 Prozent unterlagen. „Einsamer“ ist man an der Spitze: 5.150 Spitzenverdiener mit Jahreseinkommen von 500.000 Euro aufwärts trugen fast 2,5 Milliarden Euro zur Einkommenssteuer bei. Unter diesen 5.150 „Besserverdienenden“ befinden sich 1.575 Einkommensmillionäre, die sich nicht gerade gleichmäßig auf Baden-Württemberg verteilen. Im Stadtkreis Stuttgart sind 173 beheimatet, gefolgt vom Landkreis Ludwigsburg (100) und dem Landkreis Esslingen (79). Am Ende der Skala finden sich dagegen gerade mal ein Millionär je 10.000 Steuerpflichtigen im Neckar-Odenwald-Kreis, in Waldshut und in Sigmaringen.

In diesem Ranking der Millionärsdichte gibt es jedoch einen unschlagbaren Champion, die Stadt Baden-Baden! Hier leben mit 11,6 Einkommensmillionären je 10.000 Steuerzahlern fast doppelt so viele Superreiche wie auf Platz 2 (Stuttgart: 6,3) und vier mal so viele wie im Landesdurchschnitt: 3,3.

Die langen Abgabefristen zur Steuererklärung erlauben dem Statistischen Landesamt erst jetzt eine Auswertung der Steuerstatistik 2004. Obendrein erschwert die Einführung des „Halbeinkünfteverfahrens“ den Vergleich zu den Vorjahren (und mindert die Werte). Danach werden bestimmte Kapitaleinkünfte nur noch zur Hälfte dem steuerpflichtigen Einkommen zugerechnet. Genaue Zahlen für alle Kreise im Land unter: www.statistik-bw.de/Pressemitt/2008300.asp

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