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Musikhochschulen

(b&w 11/07
Seite 6)

Weitere Infos unter:
www.gew-bw.de/
PM_7107_
Musikhochschulen.html

„Es geht nicht ums Geld, aber ohne Geld geht's nicht“

Mit einem „Platzkonzert“ protestierten Lehrbeauftragte der fünf Musikhochschulen im Lande am 23. Oktober in Stuttgart gegen ihre „lupenreine Ausbeutung“: Honorare ab nur 14 Euro, die seit zwanzig Jahren nicht mehr erhöht wurden, und gegen ihre Recht- und Perspektivlosigkeit an den Musikhochschulen. Tenor der Ansprachen: Die Hochschulen erfüllten ihre Sparauflagen auf dem Rücken der Lehrbeauftragten; Letztere kosten nur ca. 10 Prozent des Lehrbudgets, erbringen aber 40 Prozent (bis zu 60 Prozent!) des Lehrangebotes, Tendenz steigend. Die jüngst vom Wissenschaftsministerium eingeführte „Flexibilisierung“ der Honorare hätte lediglich zu einer Umverteilung vom unteren Ende der Skala zugunsten der höheren Honorare geführt, weil kein Cent mehr geflossen sei. Dabei stehen die Lehrbeauftragten in Punkto Qualifikation und Verantwortung den Professoren und angestellten Lehrkräften in nichts nach, sondern hätten nach jahrelanger und teurer Musikausbildung selbst ein Musikhochschulstudium absolviert. Diese Tätigkeit lediglich im Nebenberuf auszuüben- wie immer wieder propagiert wird - sei so nicht möglich. Sie verlange vollen Einsatz. Ein Demoteilnehmer monierte auch den Zahlungsmodus der Hochschulen und meinte, bis das Geld endlich auf dem Konto sei, müsse man die Verwandtschaft zweimal anbetteln, um die Miete zahlen zu können. Rainer Dahlem bekräftigte: „Wer gute Arbeit leistet, muss auch anständig dafür bezahlt werden, und zwar völlig unabhängig davon, ob die Betroffenen davon leben müssen oder noch einen Haupterwerb haben.“

Die Lehrbeauftragten wenden sich an das Land und fordern eine sofortige Erhöhung der Honorare um 50 Prozent (Finanzierung aus Landesmitteln, nicht aus Studiengebühren), eine jährliche Anpassung der Honorarsätze analog zu den Tariferhöhungen im Öffentlichen Dienst und Verträge auf ordentlicher rechtlicher Grundlage.





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