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PISA-E-2003

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Chancenungleichheit in Baden-Württemberg besonders ausgeprägt.

(11/05) - In Baden-Württemberg ist der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und mathematischer Kompetenz besonders straff. Dies geht aus dem zweiten Bundesländervergleich PISA 2003 hervor. Baden-Württemberg zählt in allen bei PISA gemessenen Kompetenzbereichen zur Spitzengruppe, jedoch werden diese Leistungen auf Kosten der sozial schwächeren Schüler/innen erreicht.

Die GEW beleuchtet in ihrer PISA-Reihe „Schon gewusst“ die Daten der Studie.

Die Zusammenfassung des zweiten Vergleichs der Länder
- PISA 2003: Ergebnisse des zweiten Ländervergleichs - können Sie hier Lesen/Herunterladen: Zur Kurzfassung (IPN Kiel).


Zentrale Ergebnisse (aus dem Kurzbericht des PISA-Konsortiums)

Drei Länder (Bayern, Sachsen, Baden-Württemberg) liegen in allem Kompetenzbereichen über dem OECD-Mittelwert.
Gegenüber 2000 befinden sich nun mehr Länder im Durchschnittsbereich.
Die Kompetenzniveaus haben sich stabilisiert oder - zum Teil deutlich - verbessert.
Die - überwiegend - überdurchschnittliche Problemlösekompetenz als ein Indikator für das kognitive Potenzial schlägt sich nur unzureichend in den Mathematikleistungen nieder.
Der Anteil der leistungsschwachen Schüler/innen ist in allen Ländern zu hoch (zwischen 12 und 30%).
Der straffe Zusammenhang von Kompetenzniveau und sozialer Herkunft muss durch frühe Förderung abgeschwächt werden.
Regionale Faktoren spielen eine wichtige Rolle zur Erklärung von Kompetenzunterschieden, sind jedoch weniger maßgeblich als etwa Unterricht, Schule und schulische Rahmenbedingungen.

Mehr zu PISA-E-2003:

PISA 2003 - im Buchhandel erhältlich

PISA 2003. Der zweite Vergleich der Länder in Deutschland - Was wissen und können Jugendliche?
Münster: Waxmann-Verlag, ISBN: 3-8309-1560-8, 414 Seiten, Preis: 19,90 €.

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Soziale Benachteiligung wird zum zentralen Bildungsproblem

(01/06) - Die Veröffentlichung der zweiten PISA-Bundesländerstudie am 03. November 2005 hat vergleichsweise wenig Aufregung verursacht. Eine gewisse PISA-Müdigkeit scheint vorzuherrschen. Dabei gibt es nach wie vor gute Gründe, sich mit der Methodik und den Ergebnissen der Studien auseinander zu setzen.
Der folgende Beitrag führt kursorisch durch die zentralen Ergebnisse der Studie (Teil 1) und stellt Thesen zu den Schlussfolgerungen aus den bisherigen PISA-Studien zur Diskussion (Teil 2). Die Thesen sind Ergebnis einer intensiven Debatte im Vorstandsbereich Schule.

Thesen der GEW zur PISA-Debatte hier Lesen/Herunterladen (Acrobat Reader erforderlich):

 GEW_-_Thesen_aus_der_PISA-Debatte_VB_Schule.pdf
 GEW-Thesen (104 KB)

Die GEW beleuchtet in ihrer PISA-Reihe „Schon gewusst“ die Daten der PISA-Studie. mehr...


Zentrale Befunde aus der zweiten Länderstudie (PISA-Konsortium)

Drei Länder (Bayern, Sachsen, Baden-Württemberg) liegen in allem Kompetenzbereichen über dem OECD-Mittelwert.
Gegenüber 2000 befinden sich nun mehr Länder im Durchschnittsbereich.
Die Kompetenzniveaus haben sich stabilisiert oder - zum Teil deutlich - verbessert.
Die - überwiegend - überdurchschnittliche Problemlösekompetenz als ein Indikator für das kognitive Potenzial schlägt sich nur unzureichend in den Mathematikleistungen nieder.
Der Anteil der leistungsschwachen Schüler/innen ist in allen Ländern zu hoch (zwischen 12 und 30%).

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der GEW Bund!



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Soziale Diskriminierung des deutschen Bildungssystems - ein Unterrichtsproblem?

Der in dieser Frage vermutete Zusammenhang liegt nahe, wenn man die bildungspolitischen Maßnahmen der Bundesländer, insbesondere auch Baden-Württembergs, betrachtet. Die Kultusminister werden nicht müde, auf die Notwendigkeit besseren Unterrichts und der Umsteuerung des Bildungswesens zur Ergebnisorientierung („Output-Steuerung“) als maßgeblich für die Qualitätsverbesserung in den Schulen zu verweisen. Diese Maßnahmen sind für sich gesehen nicht falsch. Es ist jedoch fragwürdig, ob Bildungsstandards, (notenrelevante) Vergleichsarbeiten, eine verkürzte Schulzeit an Gymnasien (mit der Folge eines undurchlässigeren Bildungssystems) und die geplante Einführung von Studiengebühren tatsächlich den Kern des Problems erfassen. Hier wird vielmehr der Leistungsdruck auf die Kinder und Jugendlichen verstärkt und die Schwachen werden weiter verlieren.

Von „Fördermaßnahmen“ und dem wichtigen Stellenwert der frühkindlichen Bildung ist viel die Rede in diesen Tagen. Man wartet allerdings vergeblich auf eine Politik, die sich der Benachteiligten ernsthaft annimmt, zum Beispiel durch gebührenfreie Kindertageseinrichtungen und einer flexibleren Gestaltung des Schulsystems.

Eines scheint klar: Die auch von Kultusminister Rau einmal mehr verteidigte Zuweisung der Schüler/innen in verschiedene Schularten scheint den schwachen und weniger leistungsstarken Schüler/innen nicht zu helfen. Es fragt sich, wem dann? (GEW BW, uk)


GEW: Gleiche Chancen für Arbeiter- und Chefarztkind!

(11/05) - Zwei Drittel der Realschüler könnten ein Gymnasium besuchen?

Stuttgart – „Wir begrüßen, dass Kultusminister Helmut Rau die individuelle Förderung von Kindern ausbauen will. Damit stoppt er die Kürzungspolitik seiner Vorgängerin Schavan, unter der zuletzt für jede Schülerin und jeden Schüler in der Grund- und Hauptschule im Durchschnitt nur noch 30 Sekunden Förderunterricht pro Woche angeboten wurde. Bei gleicher schulischer Leistung muss ein Arbeiterkind die gleichen Chancen haben wie ein Chefarztkind. Um dies zu erreichen, brauchen wir gezielte Förderprogramme für benachteiligte Schülergruppen“, sagte am Donnerstag (03.11.) in Stuttgart Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Die Bildungsgewerkschaft macht sich auch für längere gemeinsame Schulzeiten stark. „Zwei Drittel der baden-württembergischen Realschüler und gut ein Viertel der Hauptschüler könnte bezogen auf ihre Mathematikleistungen auch ein Gymnasium besuchen. Das zeigt, wie fragwürdig die frühe Trennung der Kinder nach der vierten Klasse ist. Durch die erfolgreiche Arbeit an den Beruflichen Gymnasien erreichen zwar viele junge Erwachsene die Hochschulreife. Mit einer längeren gemeinsamen Schulzeit und bei gleichzeitigem Ausbau der gezielten Förderung von Schülerinnen und Schülern könnten aber noch weit mehr Jugendliche einen höheren Abschluss erreichen und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern“, so Dahlem.

Die GEW geht davon aus, dass durch den Rückgang der Schülerzahlen in Baden-Württemberg langfristig viele Schulstandorte gefährdet sind und spätestens dann auch in Baden-Württemberg über neue Schulstrukturen diskutiert werden müsse. mehr...

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GEW-Broschüre "PISA verstehen"

(10/05) - Der Hauptvorstand der GEW hat in einer 43-seitigen Broschüre Hintergrundinformationen zum PISA-Bundesländervergleich 2003 zusammengestellt.
Die Broschüre informiert über die Konzeptionen der bisherigen PISA-Studien, deren Stärken und Schwächen und setzt sich kritisch mit den Länder- und Bundesländer-Ranlings auseinander.
Herzstück der Publikation ist eine Studie der Essener Bildungsforscher Rainer Block und Klaus Klemm zu den Lebensverhältnissen in Deutschland.

Die Broschüre steht zum Lesen/Herunterladen zur Verfügung (Grafik rechts anklicken, Acrobat Reader erforderlich).

GEW-Broschüre jetzt  Herunterladen oder Lesen

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Bayern ist erneut PISA-E-Sieger

(07/05) - Am 14. Juli 05 wurden in einer Pressekonferenz zentrale Ergebnisse der PISA-E-2003-Studie vorgestellt. Der 19 Seiten umfassende "Vorbericht" wurde von der KMK angemahnt, nachdem eine vorzeitige Bundestagswahl im September wahrscheinlich ist.

Grund für das Vorziehen der Bekanntgabe sei die "politische Bedeutung", die die KMK den Ergebnissen der PISA-Studie beimisst, räumen die Forscher in ihrer Vorbemerkung freimütig ein. Selten wurde die Instrumentalisierung von wissenschaftlichen Untersuchungen so offenkundig wie im Fall "PISA-E-2003". Dass die "politische Bedeutsamkeit" den Zeitpunkt der Veröffentlichung und die Auswahl der präsentierten eEgebnisse bestimmt, kann durchaus als Novum gelten.

In aller Kürze:
Bayern ist erneut als klarer Sieger der bundesdeutschen Wertung im Ländervergleich hervorgegangen. Baden-Württemberg wurde von Sachsen auf den dritten Platz in den mathematischen Kompetenzen verwiesen. Die 15-jährigen bayerischen Schüler stellen in allen Testfeldern die gleichaltrigen Jungen und Mädchen aus den anderen Bundesländern weit in den Schatten. In Mathematik dringen sie sogar in die Weltspitze der PISA-Siegerstaaten Finnland, Korea, Niederlande und Kanada vor.

Bei den anderen Ländern gibt es wenig Bewegung. Dabei haben alle Länder ihre Leistungs-Punktzahlen in Mathematik und Naturwissenschaften gegenüber dem ersten Test vor drei Jahren verbessern können, vor allem Sachsen-Anhalt.

Vorinformation PISA-E-2003 zum Lesen/Herunterladen:

 Vorinformation_E.pdf
 

(07/05) - Die nachfolgende Grafik gibt einen Überblick über die Einordnung der Bundesländer in Relation zu den Wertungen aller Teilnehmerstaaten. Rot hinterlegte Werte befinden sich in der Gruppe der Staaten/Länder unterhalb des OECD-Durchschnitts, gelb hinterlegte Werte sind im OECD-Durchschnitt, grün hinterlegte Werte gehören zur Gruppe der Staaten/Länder mit überdurchschnittlichen Ergebnissen.

bei Klick auf die Grafik erhalten Sie eine größere Darstellung


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Konsequenzen aus dem PISA-Ländervergleich: Sitzenbleiben halbieren!

Sitzen bleiben halbieren – Förderung verdoppeln
(07/05) - Die Sitzenbleiberquote soll in den nächsten Jahren halbiert und die individuelle Förderung der Schülerinnen verdoppelt werden. Das schlägt die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) als eine Konsequenz aus den am Donnerstag vorgestellten Teilergebnissen des PISA-Länderberichts vor. „Sitzen bleiben ist nicht nur pädagogisch fragwürdig, weil damit dem einzelnen Kind nur wenig geholfen wird, sondern auch teuer. Wir schlagen vor, dass sich die Schulen das Ziel setzen, in einem Zeitraum von fünf Jahren die Sitzenbleiberquote zu halbieren“, sagte am Freitag (15.07.) in Stuttgart Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

In den 2.722 Grund- und Hauptschulen in Baden-Württemberg gab es im Schuljahr 2003/04 für die 665.601 Schüler/innen nur 7.120 Wochenstunden für Stütz- und Förderunterricht. „Das entspricht knapp 30 Sekunden Förderunterricht für jede Schülerin und jeden Schüler. Dieses Beispiel zeigt, dass wir dringend einen Ausbau der individuellen Förderung vor allem in den Grundschulen brauchen. Kein Kind darf zurückgelassen werden“, so Dahlem.

Das Statistische Bundesamt hat errechnet, dass die 25.189 Sitzenbleiber in Baden-Württemberg im Schuljahr 2003/04 Gesamtkosten in Höhe von 123 Millionen Euro verursachten. In Baden-Württemberg mussten 2,1 Prozent der Schüler/innen eine Klasse wiederholen. Bundesweit hat der Südwesten die zweitniedrigste Sitzenbleiberquote. mehr...

Weitere Informationen:

zur Homepage des deutschen PISA-Konsortiums


zur PISA-Homepage der OECD

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