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Themen Allgemein bildende Schulen Bildungspolitik Vergleichsstudien ältere Studien PISA I - 2000 | ||||||
| PISA I - 2000 | ||||||
| PISA-I: Sekundarstufe in Deutschland erlebt die zweite Bildungskatastrophe (12/01) - Die Ergebnisse der internationalen Schulleistungsstudie PISA haben ein bildungspolitisches Erdbeben ausgelöst - zumindest was die verbalen Bekundungen der Bildungspolitiker betrifft. Grundlegende Reformen des überkommenen Bildungs- und Schulssystems in der Bundesrepublik und in Baden-Württemberg sind nicht in Sicht. Das Kultusministerium arbeitet lieber an einer Verschärfung der Auslese anstatt das Übel der sozialen Ungerechtigkeit und der mäßigen Schülerleistungen an der Wurzel zu packen. | ![]() | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Stellungnahme der GEW Ba-Wue | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Position des Landesvorstands Vorbemerkung Die GEW steht nationalen und internationalen Vergleichsstudien im Bildungsbereich dann ablehnend gegenüber, wenn sie sich - wie etwa TIMSS - auf den Vergleich von schmalen schulischen Leistungsbereichen beschränken. Gerade weil solche Studien keine wissenschaftlich tragfähigen Rückschlüsse auf die Verursachung von Ergebnisunterschieden durch schulische Bildungsprozesse und Kontextbedingungen zulassen, veranlassen sie die Schulpolitik zu vordergründigem und kurzatmigem Reformismus, der sich lediglich auf eine Ergebnisoptimierung durch eine vermeintlich zielführende Anpassung von Unterricht konzentriert. - Schulpolitischer Aktionismus kann auf eine sorgfältige Analyse systemischer und institutioneller Bedingungen auch deshalb verzichten, weil es ihm vor allem um schnell beruhigende Signale an eine alarmierte Öffentlichkeit geht. Zentrale Befunde Der Landesvorstand der GEW Baden-Württemberg stellt fest: Der zentrale Befund von PISA, dass in der Bundesrepublik Deutschland wie in keinem anderen Land Chancengleichheit auch nicht annähernd verwirklicht ist, kann nur als bildungspolitischer Skandal betrachtet werden. Nirgendwo anders in Europa tritt der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft, Bildungsbeteiligung und dem Erreichen hoher Leistungsstandards so deutlich zu Tage wie in Deutschland. Der in Baden-Württemberg besonders intensiv gepflegte Mythos, durch die Schaffung eines vielgliedrigen Schulsystems, das scheinbar allen Kindern den Besuch einer "begabungsgerechten" Schule ermöglicht und leistungshomogene Lerngruppen zu erreichen vorgibt, ist durch PISA nachhaltig erschüttert Leitlinien für ein demokratisches Bildungssystem Bei der Diskussion um eine Neubestimmung des Bildungssystems setzt sich die GEW Baden-Württemberg dafür ein,
Die Stellungnahme zum Download (132 KB) hier:
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| Die wichtigsten Ergebnisse des internationalen Vergleichs Lesekompetenz
Einstellung zum Lesen Der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die angeben, "nicht zum Vergnügen zu lesen", ist in Deutschland mit ca. 42% der höchste aller Teilnahmeländer. Diagnosefähigkeit Ein ernstes Problem ist, dass die meisten der schwachen Leserinnen und Leser von den Lehrkräften unerkannt bleiben. Mathematische Grundbildung
Naturwissenschaftliche Grundbildung
Sozioökonomische Zusammenhänge
Lebens- und Lernbedingungen von Jugendlichen Unterschiedliche Einschulungsalter, Pflichtschulzeiten Versetzungspraxen verursachen eine große Differenz in der Verteilung der 15-jährigen auf Klassenstufen. Die Unterschiede in der Anzahl der Schulstunden pro Schuljahr, im zeitlichen Aufwand für Hausaufgaben und außerschulischen Unterricht sind nicht sehr groß. In vielen OECD-Ländern gibt es keine selektiven Schulen oder die Selektion erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt als in Deutschland. Verbreitet sind allerdings informelle oder innerorganisatorische Differenzierungen der Schüler nach Leistungsvermögen, bspw. flexible Kurssysteme. Gymnasialschüler schneiden überdurchschnittlich, Realschulen leicht unterdurchschnittlich und Hauptschulen unterdurchschnittlich im OECD-Vergleich ab, insgesamt sind aber große Überschneidungsbereiche festzustellen. Diese Überlappungen weisen lt. Studie darauf hin, wie wichtig es ist, Schullaufbahnen im Hinblick auf die Abschlüsse offen zu halten (S. 43). Zur Homepage des deutschen PISA-Konsortiums: hier Literatur: OECD - PISA DEUTSCHLAND: Programme for International Student Assessment. Schülerleistungen im internationalen Vergleich. Berlin o.J. STÄNDIGE KONFERENZ DER KULTUSMINISTER (Hrsg.): Empirische Schulleistungsvergleiche - Nutzen, Risiken, Interessen Fachtagung am 14. und 15. März 2000 in Königswinter. Bonn 2000. TILLMANN, Klaus: Statt Auslese - hinwenden zum Einzelnen. Wo und wie wird am besten gefördert? In: Erziehung und Wissenschaft, Jg. 2001, H. 11, S. 12-16. DEUTSCHES PISA-KONSORTIUM (HRSG.): PISA 2000 - Basiskompetenzen von Schülerinnen und Schülern im internationalen Vergleich. Opladen 2001 Überblick über die PISA-I-Studie zum Download:
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| GEW Bund: Konsequenzen aus der PISA-I-Studie Die GEW hat 10 zentrale Konsequenzen aus den PISA-I-Ergebnissen formuliert:
Die ausführliche Stellungnahme der GEW Bund finden sie hier:
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