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Pfad zur Seite:Startseite - Aktuell - Presse - Pressemitteilungen 2006 - Jan. - März 2006 - PM 03/06: Studiengebühren

PM 03/06: Studiengebühren

19.01.06: Armutszeugnis Studiengebühren

GEW: Studiengebührenmodell der L-Bank reicht nicht aus
(Zumeldung PM Wissenschaftsministerium, Nr. 04/2006)

Stuttgart – Die Bildungsgewerkschaft GEW bezeichnet die geplante Informationskampagne des Wissenschaftsministeriums zu Studiengebühren als „Mogelpackung“. „Die Situation in der Lehre wird sich nicht verbessern, da die Hochschulen durch die Studiengebühren etwa die Gelder erhalten, die ihnen gerade erst in den letzten beiden Sparhaushalten gekürzt wurden“, sagte am Donnerstag (19.01.) in Stuttgart Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg. Wissenschaftsminister Peter Frankenberg will unter dem Motto „500 Euro für ein besseres Studium“ für die von der Landesregierung beschlossene Zwangsabgabe werben.

Die GEW erwartet, dass das Modell der L-Bank zur Finanzierung von Studiengebühren nicht ausreichen und junge Erwachsene mit schmalem Geldbeutel vom Studieren abhalten werde. „Im Gegensatz zu Ländern wie Australien haben wir kein funktionierendes Stipendien-System, das jungen Menschen mit knappem Geldbeutel ein Studium erlaubt. Wem zur Lösung unserer Probleme im Bildungssystem nichts anderes einfällt, als die Kosten von Bildung auf Familien und Studierende abzuwälzen, der stellt sich und diesem reichen Land ein Armutszeugnis aus“, so Dahlem.

Die GEW macht sich dafür stark, dass Bildung unabhängig von der Herkunft und dem Geldbeutel der Eltern ein Grundrecht für alle Menschen bleibt. Das Erststudium soll gebührenfrei sein.


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