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Pfad zur Seite:Startseite - Aktuell - Presse - Pressemitteilungen 2006 - Jan. - März 2006 - PM 04/06: Lernmittelfreiheit

PM 04/06: Lernmittelfreiheit

19.01.06: Lernmittelfreiheit: Sind 50 Euro pro Schüler schon zuviel?

GEW: Gleiche Bedingungen für alle Schüler/innen garantieren

Stuttgart – Die Bildungsgewerkschaft GEW warnt davor, dass in Zukunft Kinder in reicheren Kommunen bessere Lernmittel erhalten könnten als Schüler in Gemeinden mit knappen Kassen. „Wenn Land und Kommunen versuchen, die in der Landesverfassung garantierte Lernmittelfreiheit aufzuweichen, greifen sie in die Mottenkiste der 50er Jahre. Sollen in Zukunft die Lernerfolge der Schülerinnen und Schüler davon abhängig sein, ob die Stadtkasse in ihrer Gemeinde gut gefüllt ist? Alle Schülerinnen und Schüler müssen unter den gleichen Bedingungen lernen können“, sagte am Donnerstag (19.01.) in Stuttgart Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Die Landesregierung plant Lernmittel-Modellversuche, bei denen Gemeinden selbst entscheiden können, auf welche Anschaffungen Schulen verzichten können, ohne dem Unterricht zu schaden.

In Baden-Württemberg geben die Kommunen 80 Millionen Euro für Bücher, Taschenrechner und andere Lernmittel pro Jahr aus. Das sind knapp 50 Euro pro Schüler/in im Jahr. „Ist es zuviel verlangt, wenn die Kommunen für einen Abiturienten im neunjährigen Gymnasium im Laufe seiner Schullaufbahn gut 600 Euro für Lernmittel investieren? Untersuchungen zeigen, dass die Eltern bereits bei garantierter Lernmittelfreiheit für ein Kind bis zum Abitur rund 10.000 Euro für Klassenfahrten, Monatskarten, Büchertaschen, etc. zahlen müssen“, so Dahlem.


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 Lernmittel-Dahlem.pdf
 Pro Lernmittelfreiheit - 2004 (48 KB)


 Lernmittel-Broschuere.pdf
 DGB BW (143 KB)



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