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Pfad zur Seite:Startseite - Aktuell - Presse - Pressemitteilungen 2008 - Jan.-März 2008 - PM 04/08: Erzieherinnen-Tag

PM 04/08: Erzieherinnen-Tag

19.01.08: Kinderbetreuung zum Billigtarif?

GEW: Erzieher/innen besser bezahlen

Freiburg – 250 Erzieher/innen aus ganz Baden-Württemberg machten sich heute (19.01.) in Freiburg für eine bessere Bezahlung stark. Auf dem GEW-Erzieher/innen-Tag setzten sie sich für eine Tariferhöhung um 8 Prozent und eine Eingruppierung mindestens in die Entgeltgruppe 8 des Tarifvertrags für den Öffentlichen Dienst (TVöD) ein.

„Erzieherinnen und Erzieher verdienen mehr. Wenn Gesellschaft und Politik zu Recht immer höhere Anforderungen stellen, müssen sie auch Leistung anständig bezahlen. Wenn man für Kinder eine hohe Qualität in der Bildung will, muss man Erzieherinnen ein Gehalt zahlen, das dem Niveau und der Verantwortung ihrer Arbeit entspricht“, sagte Hagen Battran, Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Südbaden.

In den nächsten Monaten geht es in den Tarifverhandlungen auch um einen neuen Eingruppierungstarifvertrag für sozialpädagogische Fachkräfte. Die Bildungsgewerkschaft macht sich dafür stark, dass Erzieher/innen mindestens in die Entgeltgruppe 8 des Tarifvertrags für den Öffentlichen Dienst (TVöD) eingruppiert werden. Erzieher/innen, die nach einem Bildungsplan arbeiten, sollen besser bezahlt werden. Das würde bedeuten, dass die Beschäftigten in Kindertageseinrichtungen zwischen 1.930 und 3.180 Euro verdienen würden. Die Arbeitgeber fordern teilweise eine Einstufung in die Entgeltgruppe 6, in der zwischen 1.764 und 2.285 Euro pro Monat gezahlt wird. Damit würden dann Erzieher/innen deutlich weniger als nach den alten BAT-Regelungen verdienen.

Auf der Tagung unter dem Titel "Ohne PLAN? Konzepte, Ideen, Arbeitsbedingungen rund um den Orientierungsplan" wurden auch mehr Fortbildungen für Erzieher/innen verlangt. Die GEW beobachtet einen Rückgang des Fortbildungsangebots. „Wir stellen fest, dass die KiTa-Träger Fortbildungen nur genehmigen, wenn sie im Rahmen des Orientierungsplans stattfinden. Es darf nicht sein, dass andere Fortbildungen zum Beispiel zur Arbeit mit Kindern unter drei Jahren, Musikpädagogik und Bewegungserziehung deshalb vernachlässigt werden“, sagte Norbert Hocke vom GEW-Bundesvorstand.


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