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Pfad zur Seite:Startseite - Aktuell - Presse - Pressemitteilungen 2006 - Jan. - März 2006 - PM 11/05: Chancengleichheitsgesetz

PM 11/05: Chancengleichheitsgesetz

06.02.06: Frauen-Arbeitsplatz Schule

GEW: Bessere Aufstiegschancen in anderen Bundesländern

Stuttgart – Die GEW schlägt vor, durch eine Neubewertung der Lehrer/innenarbeitszeit Teilzeitbeschäftigte zu entlasten und so die Aufstiegschancen von Frauen zu verbessern. „Die Arbeit von Lehrerinnen und Lehrern wird nur durch die Unterrichtsstunden bemessen. Teilzeitbeschäftigte müssen zum Beispiel trotzdem an allen Konferenzen und schulischen Veranstaltungen teilnehmen und sind stärker belastet als Vollzeitkräfte“, sagte am Montag (06.02.) in Stuttgart Barbara Haas, stellvertretende Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg. In Stuttgart findet heute eine landesweite Fachtagung zu den Auswirkungen des neuen Chancengleichheitsgesetzes für die Schulen statt.

„Baden-Württemberg hat auch im Bundesvergleich bei der Frauenförderung in den Schulen Nachholbedarf. Während im Südwesten nur 28,5 Prozent der Leitungsstellen mit Frauen besetzt sind, haben Frauen in anderen Bundesländern bessere Aufstiegschancen“, sagte Anne Jenter vom Bundesvorstand der GEW. In Niedersachen arbeiten auf 41 Prozent, in Thüringen auf 58 und in Sachsen auf 61 Prozent der Leitungsstellen Frauen.

50 Prozent der Frauen in Baden-Württemberg arbeiten Teilzeit. In den Schulen liegt der Frauenanteil der Teilzeitbeschäftigten sogar bei 90 Prozent. Frauen haben aufgrund ihrer hohen Teilzeitquote auch schlechte Aufstiegschancen. Während der Frauenanteil der Beschäftigten an Schulen etwa 50 Prozent beträgt, sind dort nur 25 bis 30 Prozent der Frauen in Führungspositionen zu finden. An den Grund- und Hauptschulen arbeiten sogar 70 Prozent Frauen, aber nur ein Drittel ist in der Schulleitung zu finden.


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