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Aktuell Presse Pressemitteilungen 2005 Jan. - März 2005 PM 14/05: Erzieherinnenausbildung | ||||||
| PM 14/05: Erzieherinnenausbildung | ||||||
| 04.03.05: GEW: „Für die Kleinsten ist das Beste gerade gut genug!“ Bildungsgewerkschaft für Erzieherinnen an der Hochschule Stuttgart - Erzieherinnen sollen künftig an Hochschulen ausgebildet werden. Dafür hat sich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) stark gemacht. „Für die Kleinsten brauchen wir Erzieherinnen, die nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen bestmöglich ausgebildet sind. Wer ‚Bildung von Anfang an’ ernst nimmt, muss die Hochschulen für Erzieherinnen öffnen“, sagte der stellvertretende GEW-Vorsitzende Norbert Hocke am Freitag (04.03.) während einer Pressekonferenz in Stuttgart. Die PISA-Ergebnisse hätten gezeigt, wie wichtig früh einsetzende Bildungsprozesse für die Entwicklung der Kinder seien. Der baden-württembergische GEW-Vorsitzende Rainer Dahlem forderte Kultusministerin Annette Schavan (CDU) auf, ihren Widerstand gegen die Einrichtung von Studiengängen für Erzieherinnen aufzugeben. „Der im Herbst startende Orientierungsplan für alle Kindergärten ist ein richtiger Schritt. Ohne kleinere Gruppen und eine bessere Qualifizierung der Erzieherinnen werden die landesweiten Qualitätskriterien aber kaum Wirkung erzielen. Eine akademische Ausbildung ist auch die Grundlage dafür, dass bereits die kleinsten Kinder individuell gefördert werden“, sagte Dahlem. „Wir dürfen den Anschluss nicht verlieren: In Europa ist die Ausbildung von Erzieherinnen an Hochschulen Standard“, betonte Hocke. Er wies darauf hin, dass in Deutschland sechs Fachhochschulen und eine Universität Studiengänge für Erzieherinnen anböten. „Wir brauchen Erzieherinnen, die unsere neuen Bildungspläne für Kindertagesstätten mit Leben erfüllen. Wir brauchen Erzieherinnen, die die Lernentwicklung der Jungen und Mädchen anregen. Dazu gehören vor allem die Förderung der Sprachkompetenz der Kinder sowie deren erster Kontakt mit Mathematik und Naturwissenschaften“, sagte der GEW-Vize. Kompetenzen der Fachschulen nutzen Hocke setzte sich dafür ein, Erzieherinnen für ihre verantwortungsvolle Arbeit eine berufliche Perspektive aufzuzeigen. „Die Verweildauer im Beruf ist bei vielen Erzieherinnen sehr kurz. Sie verdienen schlecht und haben zu wenige Entwicklungsmöglichkeiten“, sagte der GEW-Sprecher. Eine akademische Ausbildung eröffne den Erzieherinnen zusätzliche Chancen. Hocke stellte klar, dass es nicht darum gehe, die Fachschulen für Sozialpädagogik aufzulösen. Die Geschichte zahlreicher anderer Hochschulstudiengänge habe gezeigt, dass Erfahrungen und Ressourcen der Fachschullehrer wichtig für den Aufbau der neuen Studiengänge seien. Für die Erzieherinnen, die heute gute Arbeit an den Kitas leisten, sollten bessere und qualifizierte Weiterbildungsangebote gemacht werden, schlug der GEW-Vize vor. Ev. FH Freiburg: Studiengang „Pädagogik der frühen Kindheit“ Die Evangelische Fachhochschule Freiburg bietet seit dem Wintersemester 2004/05 den Studiengang „Pädagogik der frühen Kindheit“ an. Das Studium endet mit dem Abschluss „Bachelor of Arts“. Staatlichen Hochschulen hat Ministerin Schavan keine Genehmigung für die Einrichtung von Studiengängen für Erzieherinnen erteilt. Außerdem bieten Fachhochschulen in Berlin, Hannover, Koblenz, Neubrandenburg und Oldenburg sowie die Uni Bremen eine akademische Ausbildung für Erzieherinnen an. 5.500 Schüler/innen an 60 Fachschulen für Sozialpädagogik In Baden-Württemberg werden die Erzieher/innen an 60 Fachschulen für Sozialpädagogik ausgebildet. 32 Fachschulen sind in öffentlicher, 28 in privater Trägerschaft. Die 32 öffentlichen Schulen besuchen im Schuljahr 2004/05 2993 Schüler/innen, für die privaten Schulen liegen dem Kultusministerium derzeit keine Zahlen vor. Im Schuljahr 2002/03 waren es 2.492 Schüler/innen an den privaten Fachschulen. Die Schüler/innenzahlen sind in den vergangenen Jahren leicht gestiegen. | Pressemitteilungen 2005 zurück... Weitere Informationen | |||||