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PM 17/05: IB Warnstreiks

09.03.05: IB-Beschäftigte in Baden-Württemberg wehren sich gegen Gehaltskürzungen

350 Beschäftigte im Warnstreik

Stuttgart - Beschäftigte des Bildungsträgers Internationaler Bund (IB) haben heute (9.3.) in Baden-Württemberg aus Protest gegen angekündigte Gehaltskürzungen die Arbeit niedergelegt. Sie folgten einem Aufruf der Gewerkschaften ver.di und Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Die IB-Geschäftsführung will die Personalkosten senken und deshalb die Gehälter um zehn Prozent kürzen, andernfalls will sie ihre Praxis, in Billigtöchter auszugründen, ausweiten In Baden-Württemberg fanden an sechs Orten Warnstreiks statt. Auch in Hessen und Rheinland-Pfalz legten die Beschäftigten die Arbeit nieder.

Der IB ist mit 6.800 Beschäftigten bundesweit einer der größten Weiterbildungsträger. Im Südwesten arbeiten für den IB etwa 1.100 Beschäftigte sowie zahlreiche Honorarkräfte.
„Wir fordern den IB-Vorstand auf, das jahrzehntelang geschaffene Know-how der Belegschaft für neue Geschäftsstrategien zum Einsatz zu bringen und damit den IB zukunftssicher zu machen – auch unter den veränderten Rahmenbedingungen für die öffentlich finanzierte Weiterbildung.“ erklärten in Stuttgart Inge Goerlich von der GEW und Waltraud Al-Karghuli von ver.di. GEW und ver.di fordern den IB-Vorstand auf, unternehmerische Verantwortung zu übernehmen und in der nächsten Verhandlungsrunde endlich ein einigungsfähiges Angebot vorzulegen. Der IB hat zum 31. Januar 2005 den Gehaltstarifvertrag gekündigt. GEW und ver.di fordern, die Gehälter monatlich um 150 Euro zu erhöhen und einheitliche tarifvertragliche Regelungen für alle Beschäftigte zu vereinbaren.

Warnstreiks gab es heute in Pforzheim, dort hatten die Streikenden den Tisch gedeckt: mit Wein für den Vorstand und Wasser für die Beschäftigten, in Freiburg, wo unterschiedlich breite Messlatten die unterschiedlichen Rechte der Beschäftigtengruppen beim IB verdeutlichten, in Stuttgart - hier zogen die Streikenden nach einer Kundgebung spontan durch die Königstraße -, und in Karlsruhe, wo jeder mit einer Dartscheibe das eigene Gehalt bestimmen konnte. Weitere Warnstreiks gab es in Reutlingen und Mannheim.


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