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Pfad zur Seite:Startseite - Aktuell - Presse - Pressemitteilungen 2005 - Jan. - März 2005 - PM 19/05: Schulsozialarbeit

PM 19/05: Schulsozialarbeit

31.03.05: Ganztagsschulen brauchen Schulsozialarbeit

GEW: Oettinger soll Schulsozialarbeit zur Landessache machen

Stuttgart – „Ganztagsschulen brauchen Schulsozialarbeit. Wir schlagen dem künftigen Ministerpräsidenten Günther Oettinger vor, für jede Ganztagsschule mindestens eine Stelle für eine Schulsozialarbeiterin oder einen Schulsozialarbeiter zu schaffen. Gerade Ganztagsschulen stehen vor größeren sozialpädagogischen Aufgaben und benötigen nicht nur zusätzliche Lehrerstellen“, sagte Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg, am Donnerstag (31.03.) in Stuttgart. Teufels Kabinett hatte im Februar beschlossen, ab September 2005 die Landeszuschüsse für Schulsozialarbeit zu streichen.

Die Kürzung bedeutet, dass 230 Schulen keine finanzielle Unterstützung des Landes für ihre Schulsozialarbeiter/innen mehr bekommen werden. Im Schuljahr 2003/2004 wurden diese noch mit 2,18 Millionen Euro und im Schuljahr 2004/2005 mit 1,1 Millionen Euro gefördert.

Viele Schulsozialarbeiterstellen sind inzwischen befristet und werden von Kommunen, Landkreisen sowie durch Bundes- und EU-Mittel finanziert. In vielen Kommunen sind bereits weitere Kürzungen geplant. „Schulsozialarbeit ist ein wichtiges pädagogisches Instrument. Die Sozialarbeiter bauen dabei eine enge und vertrauensvolle Beziehung zu ihren Schülern auf. Diese Arbeit braucht viel Zeit und muss deshalb kontinuierlich gesichert werden.

Schulsozialarbeiter/innen zählen wie Lehrkräfte zum pädagogischen Personal einer Schule. Die Finanzierung ist deshalb vorrangig Aufgabe des Landes“, so Dahlem.
Insgesamt gibt es an den rund 4.000 Schulen im Südwesten etwa 300 Schulsozialarbeiter/innen. Die meisten arbeiten an Hauptschulen und Beruflichen Schulen. Der Rückgang der Gewaltstraftaten an Schulen um 15 Prozent zwischen 2001 und 2003 wird auch auf die Arbeit der Sozialpädagog/innen zurückgeführt.


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