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Aktuell Presse Pressemitteilungen 2004 Jan. - Mär. 2004 PM 20/04 Neubewertung | ||||||
| PM 20/04 Neubewertung | ||||||
| 19.03.04: GEW geht gestärkt in die nächsten vier Jahre GEW-Landesdelegiertenversammlung unterstützt Neubewertung Sindelfingen - Die Landesdelegiertenversammlung (LDV) der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) unterstützt das Projekt zur Neubewertung der Lehrer/innenarbeit. "Ich gehe davon aus, dass die Neubewertung der Arbeit von Lehrerinnen und Lehrer in den nächsten Jahren eines der wichtigsten bildungspolitischen Reformprojekte wird. Andere Arbeitszeitregelungen sind eine entscheidende Voraussetzung für die überfällige Einführung neuer Lehr- und Lernformen", sagte in Sindelfingen der gestern (18.3.) wiedergewählte Landesvorsitzende Rainer Dahlem. Zum Schluss der Landesdelegiertenversammlung zeigte sich Dahlem zufrieden mit dem dreitägigen Gewerkschaftstag. "Die Diskussionen und die Wahlen haben gezeigt, dass die GEW gestärkt in die nächsten vier Jahre geht. Wir werden dafür sorgen, dass Bewegung in die Bildungspolitik Baden-Württembergs kommt. Wir setzen uns für grundlegende Reformen ein und werden die Diskussionen aktiv mitgestalten", sagte Dahlem. Beschluss der LDV: Gestaltungsspielräume für Schulen schaffen Die GEW forderte heute mit großer Mehrheit die Neubewertungs-Arbeitsgruppe beim Kultusministerium auf, Lehrer/innen stärker in die Diskussion einzubeziehen und die unterschiedlichen Belastungen der Lehrkräfte bei einer Neubewertung zu berücksichtigen. Die GEW schlägt vor, in einem Modellversuch den teilnehmenden Schulen weitgehende Gestaltungsspielräume zu geben und kein fertiges Modell zentral vorzugeben. Arbeitszeitforum am Freitag, 19.3.: Neubewertung Lehrer/innenarbeit In einem Arbeitszeitforum wies der Bremer Schulforscher Prof. Hans-Georg Schönwälder darauf hin, dass alle Untersuchungen zur Lehrer/innenarbeitszeit zeigen, dass Lehrkräfte unter Einberechnung der Ferienzeiten deutlich mehr als 41 Stunden pro Woche arbeiten. "Eine Veränderung der pädagogischen Arbeit wird nur gelingen, wenn diese organisatorisch unterstützt und wissenschaftlich begleitet wird", so Schönwälder. Teamarbeit und mehr Verantwortung für Schüler/innen Der pädagogische Leiter der Offenen Schule Kassel-Waldau, Achim Albrecht, plädierte dafür, sich "die Vision einer besseren Schule nicht von der Wirklichkeit wegnehmen zu lassen". An seiner Schule arbeiten die Lehrer/innen in Teams, die die Kinder sechs Jahre lang begleiten. "Man kann schon jetzt in fast jeder Schule Teamarbeit einführen und bewirken, dass Lehrerinnen und Lehrer für eine längere Zeit Verantwortung für die Schülerinnen und Schüler übernehmen", sagte Albrecht. GEW fordert bereits seit 1995 Neubewertung Die GEW hatte bereits 1995 auf ihrem Gewerkschaftstag eine Neubewertung gefordert und 2002 nach Veröffentlichung der ersten PISA-Ergebnisse erneut das Kultusministerium aufgefordert, mit einer Neubewertung der Lehrer/innenarbeit die Einführung anderer Arbeits- und Lernformen zu unterstützen. Im vergangenen Jahr hat Kultusministerin Annette Schavan die Initiative aufgegriffen. Derzeit diskutiert eine Arbeitsgruppe des Kultusministeriums das Projekt. Die GEW sowie weitere Vertreter/innen von Lehrer/innen, Schüler/innen, Eltern und anderer Verbände sind dort Mitglied. | Pressemitteilungen 2004 zurück... | |||||