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Aktuell Presse Pressemitteilungen 2004 Jan. - Mär. 2004 PM 21/04 Bildungsausgaben | ||||||
| PM 21/04 Bildungsausgaben | ||||||
| 24.03.04: Schüler/innen sind kein Kostenfaktor GEW: Bei Bildungsausgaben ist Deutschland nur Mittelmaß Stuttgart - "Trotz steigender Ausgaben für die Schulen bleibt Deutschland bei den Bildungsausgaben im internationalen Vergleich nur Mittelmaß. Wer Schülerinnen und Schüler als Kostenfaktoren begreift, kann keine erfolgreiche Bildungspolitik machen. Wir brauchen eine Politik, die Ausgaben für Bildungseinrichtungen als Investitionen in die Zukunft betrachtet", sagte am Mittwoch (24.3.) in Stuttgart Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Das Statistische Bundesamt hat heute (24.3.) die Ausgaben für öffentliche Schulen im Jahr 2001 veröffentlicht. Die Ausgaben je Schüler/in waren im Vergleich zum Vorjahr um 200 Euro auf 4.500 Euro gestiegen. Baden-Württemberg liegt bei den Ausgaben für die meisten Schularten etwa im Bundesdurchschnitt, gibt allerdings für Grund- und Hauptschulen weniger aus, während höhere Ausgaben für die Gymnasien verzeichnet werden. Baden-Württemberg braucht langfristige Bildungsfinanzierung Die GEW forderte die Landesregierung auf, eine langfristige Planung für die Bildungseinrichtungen vorzulegen. "Die Qualität unserer Schulen leidet darunter, dass sie immer wieder als Sparschweine missbraucht werden. Angesichts der Bildungsreformen und der sinkenden Schülerinnen- und Schülerzahlen brauchen wir eine verlässliche Planung, die freiwerdende Ressourcen in den nächsten Jahren nutzt, um die Unterrichtsversorgung zu verbessern und die Qualität zu steigern. Wer jetzt nicht handelt, wird Mittelmaß bleiben", so Dahlem. Die GEW bezeichnet Schweden als Maßstab für die Bildungsfinanzierung. "Im erfolgreichen PISA-Land Schweden werden 6,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes für das Bildungswesen aufgebracht. Hier sind es nur 4,3 Prozent. Würde Baden-Württemberg für seine Grundschulen die Schüler-Lehrer-Relation anwenden wie Schweden für seinen Primarbereich, so hätte das Land im Schuljahr 2001/02 für seine Grundschulen anstatt der gut 20.800 etwa 36.200 Stellen zur Verfügung stellen müssen", sagte Dahlem. Das Einkommen der schwedischen Lehrer/innen entspricht etwa dem der Lehrkräfte in Deutschland. | Pressemitteilungen 2004 zurück... | |||||