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Aktuell Presse Pressemitteilungen 2004 Jan. - Mär. 2004 PM 22/04 Bildungspläne - Startschuss | ||||||
| PM 22/04 Bildungspläne - Startschuss | ||||||
| 26.03.04: Chance zur Neuorientierung wird unter Zeitdruck vertan GEW fordert schrittweise Einführung der neuen Bildungspläne Stuttgart - Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) verlangt im Gegensatz zum Kultusministerium die schrittweise Einführung der Bildungspläne. "Die Rückmeldungen aus den Schulen zeigen eindeutig, dass zahlreiche grundlegende Fragen noch ungeklärt sind und die Vorbereitungszeit bis zum Herbst 2004 nicht ausreichen wird. Wenn Kultusministerin Annette Schavan an ihrem Zeitplan festhält, wird die Chance zu einer grundsätzlichen Neuorientierung vertan", sagte am Freitag (26.3.) in Stuttgart der GEW-Landesvorsitzende Rainer Dahlem. Die GEW berichtet, dass aufgrund der vielen offenen Fragen viele Schulen ab September zwar offiziell die Bildungspläne einführen, in der Praxis aber nur einen Teil der Reform umsetzen werden. "Aufgrund der vielen Probleme wird die Intention der Bildungsstandards an den Schulen nicht sinnvoll umgesetzt werden können. Eine echte Reform des Unterrichts und der Lernkultur wird so nicht stattfinden. Wenn selbst Vertreterinnen des Kultusministeriums auf Fachtagungen den Unterschied zwischen Bildungsstandards und Kerncurriculum nicht überzeugend erklären können, zeigt das deutlich, dass wichtige Fragen und Zielsetzungen noch völlig ungeklärt sind. Jetzt werden die Lehrerinnen und Lehrer mit diesen Problemen alleine gelassen. Bei einem solchen Verfahren wird die Bildungsplanidee am Ende wie viele Lehrplanreformen keine grundsätzliche Veränderung des Unterrichts bewirken, sondern als Bildungsplanreform light in die Schulgeschichte eingehen", sagte Dahlem. Die GEW fordert für die Einführung von Bildungsstandards einen differenzierten Stufenplan mit einer klaren Zeit- und Strukturplanung, die das gesamte Reformpaket in den Blick nimmt. "Die Bildungsplanreform muss darüber hinaus mit allen anderen Reformvorhaben abgestimmt werden, um eine Überforderung aller Beteiligten zu vermeiden", so Dahlem. | Pressemitteilungen 2004 zurück... Weitere Informationen zur Bildungsplanreform | |||||