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PM 22/09 Netzwerk

25.03.09: Netzwerk „In einer Schule gemeinsam lernen" gegründet

Baden-Württemberger wollen länger gemeinsam lernen

Bündnis aus 25 Organisationen mit mehreren 100.000 Mitgliedern

Stuttgart – Ein breites Bündnis von kirchlichen und schulischen Initiativen, von Elternorganisationen, Familien- und Jugendverbänden, Parteien und Gewerkschaften aus Baden-Württemberg setzt sich für gemeinsames Lernen aller Kinder bis zur 10. Klasse ein. „Alle Kinder und Jugendlichen sollen, unabhängig von Elternhaus, sozialer oder kultureller Herkunft die gleichen Chancen haben und gemeinsam lernen“, ist die Botschaft der Mitglieder des Netzwerks „In einer Schule gemeinsam lernen“. 25 landesweit aktive Organisationen mit mehreren 100.000 Mitgliedern haben sich dem Bündnis angeschlossen.

„Es ist falsch, Kinder auf verschieden gewertete Schularten zu verteilen. Es ist falsch, junge Menschen zu demütigen, in dem man ihnen ständig aufzeigt, was sie nicht können“, sagte Waltraud Berndt-Mohr vom Arbeitskreis Gesamtelterbeiräte am Mittwoch (25.03.) in Stuttgart vor Journalisten.

Auch dem Landesjugendring geht es darum, die Lebenswelt Schule so zu gestalten, dass dort eine Kultur des Lernens ohne Druck und Gewalt möglich ist. Kerstin Sommer, die stellvertretende Vorsitzende des Landesjugendrings betonte, dass es bei der dringend notwendigen Umgestaltung des Schulsystems darauf ankommt, die Kinder- und Jugendarbeit als außerschulische Bildungsträger einzubinden.

Ulrich Fellmeth vom Diakonischen Werk Württemberg sagte, dass aus kirchlicher Sicht die Bildungschancen benachteiligter Kinder und Jugendlichen durch integrative Bildungskonzepte und eine Vernetzung von Bildung, Betreuung und Erziehung verbessert werden können. Die Abschaffung des mehrgliedrigen Schulsystems und die flächendeckende Einführung von Ganztagsschulen sind zentrale Punkte der Diakonie.

Doro Moritz, die Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), erwartet, dass die Landesregierung jetzt dem Druck nachgibt. „CDU und FDP werden nach 2011 in Baden-Württemberg nicht weiter regieren können, wenn sie weiter eine solche breite Initiative aus allen Bereichen unserer Gesellschaft ignorieren und krampfhaft an der Trennung der Kinder nach der vierten Klasse festhalten“, so Moritz.



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