zur Startseite
Pfad zur Seite:Startseite - Aktuell - Presse - Pressemitteilungen 2010 - PM 23/10 Werkrealschule: Kein Zukunftskonzept

PM 23/10 Werkrealschule: Kein Zukunftskonzept

PM 23/10 Werkrealschule: Kein Zukunftskonzept

(Zumeldung PK Kultusministerium, 19.04.10, Werkrealschule)

In 10 Jahren muss die Hälfte der Werkrealschulen geschlossen werden

Stuttgart – „Die neuen Werkrealschulen sind kein Zukunftskonzept. Schon in fünf bis zehn Jahren wird selbst bei günstigen Übergangsquoten bereits die Hälfte der neuen Werkrealschulen geschlossen werden müssen. Die Werkrealschule ist eine bildungspolitische Sackgasse ohne pädagogische Verbesserung für die Schülerinnen und Schüler. Die einzigen, die von der neuen Schulart profitieren, sind die Busunternehmen im Land“, sagte am Montag (19.04.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).
Die Bildungsgewerkschaft GEW kritisiert, dass das Kultusministerium und die kommunalen Spitzenverbände heute nicht die Öffentlichkeit informiert haben, welche 84 Gemeinden im nächsten Schuljahr mit der Schließung ihrer Hauptschule rechnen müssen. „Das ist die Folge davon, dass die Verantwortlichen es in den vergangenen Jahren versäumt haben, eine langfristige Schulentwicklungsplanung zu machen und dabei auch eine offene Diskussion über neue Schulformen, in denen länger gemeinsam gelernt werden kann, blockiert haben. Jetzt traut sich niemand zu sagen, dass das Werkrealschulprogramm vor allem dazu dient, kleine Hauptschulen zu schließen“, sagte Moritz.
Das aktuelle Schulentwicklungsgutachten für Baden-Württemberg gibt aufgrund der sinkenden Schülerzahlen der Werkrealschule keine Zukunftschance. Bereits in 15 Jahren werden nur noch 190 Gemeinden so viele Kinder pro Jahrgang haben, dass dort eine zweizügige Werkrealschule gehalten werden kann. Die Hälfte der jetzt genehmigten 525 Werk-realschulen wird schon in wenigen Jahren so wenige Schüler/innen haben, dass das Konzept nicht mehr umgesetzt werden kann.
„Mit der Werkrealschule werden nicht die Hauptschulen weiterentwickelt, sondern der Landesregierung geht es um die Schließung kleiner Haupt-schulen, die Einsparung von Personalkosten und die Ablenkung von der immer größeren Unzufriedenheit der Eltern mit der Trennung der Kinder nach der vierten Klasse“, sagte Moritz.


Pressemitteilungen 2010
zurück...




SucheHilfeEmailSitemapDruckversion
Suche,Hilfe,Email,Sitemap