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Pfad zur Seite:Startseite - Aktuell - Presse - Pressemitteilungen 2006 - Jan. - März 2006 - PM 28/06: Gymnasium G8

PM 28/06: Gymnasium G8

17.03.06: G8 - Keine Panik-Reaktionen

GEW gegen Kürzung des Unterrichtsangebots im Gymnasium

Stuttgart – Die Bildungsgewerkschaft GEW bezeichnet die Beschlüsse der Landesregierung zur Entlastung der Schüler/innen im achtjährigen Gymnasium (G8) als „unüberlegte und pädagogisch sinnlose Panikreaktion im Vorfeld der Landtagswahl“. Das Kultusministerium will den Unterricht für die Unter- und Mittelstufenschüler im achtjährigen Gymnasium um 6 bis 8 Jahreswochenstunden kürzen.

„Die Elternproteste sind berechtigt. Die Kinder sind überlastet, weil im achtjährigen Gymnasium die traditionelle Halbtagsschule ohne Konzept nach hinten verlängert wurde. Eine verkürzte gymnasiale Schulzeit ist ohne Schaden für die Kinder nur denkbar, wenn Gymnasien zu echten Ganztagsschulen ausgebaut werden. Kinder und Jugendliche brauchen keine Unterrichtskürzung, sondern zusätzliche professionelle Betreuung, Angebote für Ausgleichs- und Kreativitätsaktivitäten und einen Unterricht, der stofflich entlastet und altersgerecht auf individuelle Förderung setzt“, sagte am Freitag (17.03.) in Stuttgart Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) vor Schullei-ter/innen aus Nordwürttemberg.

Die GEW schlägt der Landesregierung vor, zunächst die Ursachen der von Eltern und Lehrern beklagten G8-Probleme zu analysieren, um dann gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Schnellschüsse und Panikreaktio-nen könne das Gymnasium jetzt nicht brauchen.


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