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Aktuell Presse Pressemitteilungen 2004 Apr. - Jun. 2004 PM 30/04: Arbeitsschutz Erzieher/innen | ||||||
| PM 30/04: Arbeitsschutz Erzieher/innen | ||||||
| 03.05.04: Überdurchschnittlich hohe psychische Belastungen GEW stellt Studie zur Belastung von Erzieher/innen vor Stuttgart - "Im Interesse der knapp 47.500 Beschäftigten und für den weiteren Ausbau der Qualität in unseren Kindertageseinrichtungen brauchen wir einen wirksamen Arbeits- und Gesundheitsschutz. Nur gesunde Erzieherinnen können ihre Arbeit motiviert und engagiert leisten", sagte heute (3.5.) in Stuttgart Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg. Die GEW hat heute die vom Arbeitsschutzexperten Prof. Dr. Bernd Rudow erstellte Studie "Belastungen und der Arbeits- und Gesundheitsschutz bei Erzieherinnen" vorgestellt. Es ist die erste Studie dieser Art in Deutschland. "Der tägliche Lärm, die Größe der Kindergruppen, die große Anzahl verschiedensten Arbeitsaufgaben, Personalmangel und Zeitdruck sind einige der häufigsten Belastungsfaktoren. In der Arbeit von Erzieherinnen treten im Vergleich zu vielen anderen Berufen überdurchschnittlich hohe psychische Belastungen auf", sagte Rudow. Er empfiehlt in seinem 120seitigen Projektbericht unter anderem eine Verkleinerung der Kindergruppen, eine Verbesserung des Personalschlüssels und bessere Arbeitszeitregelungen. Dadurch könnten zum Beispiel der Lärm reduziert und Kinder mit Verhaltens- oder Sprachdefiziten besser gefördert werden. Für Erzieher/innen müsse Supervision angeboten und die Fortbildungen zu Gesundheitsthemen sollten ausgebaut werden. Rudow hat im Jahr 2003 in einer empirischen Untersuchung 947 Erzieher/innen aus Kindertageseinrichtungen in Baden-Württemberg befragt. In Baden-Württemberg arbeiten in etwa 7.500 Kindertageseinrichtungen circa 47.500 Erzieher/innen und Kinderpfleger/innen. Die Studie analysiert die Belastungen, denen Erzieher/innen ausgesetzt sind und besitzt Modellcharakter für die arbeitswissenschaftliche Forschung zum Arbeitsschutz in diesem Bereich. Die Ergebnisse geben wichtige Hinweise für die Qualitätsentwicklung von Kindertageseinrichtungen. | Pressemitteilungen 2004 zurück... Weitere Informationen | |||||