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Pfad zur Seite:Startseite - Aktuell - Presse - Pressemitteilungen 2004 - Apr. - Jun. 2004 - PM 34/04: Bildungsplan

PM 34/04: Bildungsplan

13.06.04: Kindergärten brauchen landesweiten Bildungsplan


Neue Gemeinderäte tragen Verantwortung für 7.500 Kindergärten

Stuttgart - "Die heute gewählten Gemeinderäte in Baden-Württemberg tragen in den nächsten fünf Jahren die Verantwortung für die etwa 7.500 Kindertageseinrichtungen im Land. Statt ergebnislos über eine Vorschul-pflicht zu diskutieren, sollte die Landesregierung ihre Hausaufgaben ma-chen und endlich einen landesweiten Bildungsplan für die Kindergärten vorlegen. Das Land darf sich nicht der Verantwortung entziehen, sondern muss die Kommunen bei der Umsetzung des Bildungsauftrags für die Kleinsten im Land unterstützen", sagte am Sonntag (13.6.) in Stuttgart Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg.

Die Bildungsgewerkschaft stellte auf einer Tagung mit Erzieherinnen aus ganz Baden-Württemberg das Berliner Bildungsprogramm vor. Ähnlich wie in Berlin soll nach Ansicht der GEW auch in Baden-Württemberg kein Lehrplan für die unter 6jährigen entstehen. "Bildungsprozesse sind dann erfolgreich, wenn sie auf der Grundlage von intensiver Beobachtung und individueller Förderung erfolgen. Die Einführung eines Bildungsplans muss deshalb begleitet werden von Fortbildungen für die Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen sowie einer Verbesserung der Rahmenbedingun-gen in den Kindertageseinrichtungen", sagte Dahlem.

In Baden-Württemberg arbeiten in etwa 7.500 Kindertageseinrichtungen etwa 47.500 Erzieher/innen und Kinderpfleger/innen. Durch die Kommunalisierung im neuen Kindergartengesetz (seit 1. Januar 2004) tragen die heute gewählten Gemeinderäte in den nächsten fünf Jahren die Verantwortung für die Umsetzung des Bildungsauftrags in den Kindergärten.


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