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Pfad zur Seite:Startseite - Aktuell - Presse - Pressemitteilungen 2005 - Apr. - Jun. 2005 - PM 34/05: Schulpsychologie

PM 34/05: Schulpsychologie

27.05.05: Baden-Württemberg weltweites Schlusslicht

Ein Schulpsychologe ist für 39.000 Schüler/innen zuständig

Stuttgart – Bundesweit kommen auf einen Schulpsychologen etwa 16.500 Schüler/innen. In Baden-Württemberg müssen 50 Schulpsychologinnen und Schulpsychologen etwa 2 Millionen Schülerinnen und Schüler betreuen. Das entspricht einem Verhältnis von 1 zu 39.000. Der Südwesten ist damit auch im internationalen Vergleich Schlusslicht.

„Der Bedarf an psychologischer Beratung ist gewachsen. Auch die PISA-Studie hat gezeigt, dass es in Deutschland viele leistungsschwache und viele hochbegabte Schülerinnen und Schüler gibt. Gerade diese sind die Zielgruppe der schulpsychologische Beratung. Angesichts der vielen Probleme stehen die wenigen Schulpsychologinnen und Schulpsychologen vor einer Sisyphusarbeit“ sagte Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), am Freitag (27.05.) in Stuttgart. Erschwert wird die Arbeit der schulpsychologischen Beratung auch dadurch, dass sie nicht an den Schulen, sondern in schulpsychologischen Beratungsstellen untergebracht ist.

In den USA und den PISA-Siegerländern Skandinaviens ist die schulpsychologische Beratung eine Selbstverständlichkeit. Auf eine Schulpsychologin oder Schulpsychologen kommen dort zwischen 1.000 und 2.000 Schülerinnen und Schüler. Selbst in Russland gibt es etwa 60.000 schulpsychologische Beraterinnen und Berater. Allein in Moskau kommen auf einen Schulpsychologen ca. 500 Schüler/innen.

In Baden-Württemberg gibt es gut 1.400 Beratungslehrer, die Schüler/innen vor allem bei Fragen zu ihrer Schullaufbahn beraten. „Bei psychischen Problemen und Konflikten kann die engagierte Arbeit dieser Lehrerinnen und Lehrer eine professionelle schulpsychologische Arbeit nicht ersetzen“, so Dahlem.

(Quellen: Landtagsdrucksache 13/3636; Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V., Sektion Schulpsychologie)


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