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Pfad zur Seite:Startseite - Aktuell - Presse - Pressemitteilungen 2006 - Apr. - Jun. 2006 - PM 36/06: Einschulungsuntersuchung

PM 36/06: Einschulungsuntersuchung

07.04.06: Mehr Zeit für Kooperation statt Einschulungstests

GEW: Daten der Kinder gehören den Eltern
(Zumeldung Fragebogen Einschulungsuntersuchung)

Stuttgart – Die Bildungsgewerkschaft GEW unterstützt die Kritik des Landeselternbeirats an den geplanten Einschulungsuntersuchungen. „Für eine bessere Förderung der Kinder brauchen wir nicht solche Fragebögen, sondern eine intensivere Kooperation zwischen Kindertageseinrichtungen und Grundschulen sowie bessere Arbeitsbedingungen für die Erzieherinnen“, sagte am Freitag (07.04.) in Stuttgart Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

In dem 30 Fragen umfassenden Katalog werden Eltern unter anderem gefragt, ob in der Wohnung geraucht wird, ob ihr Kind oft Wutanfälle hat oder andere Kinder schikaniert.

„Die Daten der Kinder gehören den Eltern. Wie soll zwischen Kindergarten, Schule und den Elternhäusern eine gute Zusammenarbeit entstehen, wenn die Eltern zu solchen Auskünften gezwungen werden“, so Dahlem. Die GEW begrüßt zwar das Ziel Kinder früher zu fördern, schlägt dafür aber ein anderes Konzept vor. „Das Einschulungskonzept sieht vor, dass Kinder mit Entwicklungsdefiziten extra gefördert werden. Alle Experten wissen aber, dass sinnvolle Förderung am besten in der Kindertageseinrichtung und während der gesamten Kindergartenzeit erfolgen sollte. Dafür brauchen wir kleinere Kindergartengruppen und eine bessere Aus- und Fortbildung der Erzieherinnen“, sagte Dahlem.


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