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Pfad zur Seite:Startseite - Aktuell - Presse - Pressemitteilungen 2005 - Apr. - Jun. 2005 - PM 37/05: 40.000 Mitglieder

PM 37/05: 40.000 Mitglieder

06.06.05: Neubewertung soll Chefsache werden

40.000 Mitglieder: GEW hat mehr Mitglieder als je zuvor

Stuttgart – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) erwartet, dass die Neubewertung der Lehrer/innenarbeit nach der Bundestagswahl im September im Kultusministerium zur „Chefsache“ gemacht wird. „Lehrer wollen anders arbeiten und Kinder anders lernen als im 45-Minuten-Takt. Mit einem seriösen Modell zur Lehrerarbeitszeit kann Baden-Württemberg auch innerhalb Deutschlands zum Vorreiter werden. Die geplanten Modellversuche sind der richtige Weg, Schavans unsinnige Bandbreitenregelung wird sich dagegen nicht durchsetzen“, sagte am Montag (06.06.) in Stuttgart der GEW-Landesvorsitzende Rainer Dahlem.

Dahlem wies darauf hin, dass die Südwest-GEW mit ihrer reformfreudigen Politik Erfolg hat. Die Bildungsgewerkschaft hat seit Anfang Juni 40.000 Mitglieder und damit einen Mitgliederhöchststand seit ihrem Bestehen erreicht.

„Unser 40.000. Mitglied ist Ruth Klamm, eine angestellte, 28jährige Grundschullehrerin aus Mannheim, die seit Oktober 2004 als Lehrerin arbeitet. Gegen den gesellschaftlichen Trend gewinnen wir seit Jahren neue Mitglieder, weil wir die Interessen unserer Mitglieder in den Personalräten und gegenüber der Politik gut vertreten, auch heiße Eisen anpacken und professionellen Service bieten“, sagte Dahlem. Die GEW ist mit Abstand die größte Interessenvertretung für Beschäftigte im Bildungsbereich. Der baden-württembergische Landesverband ist nach Nordrhein-Westfalen der zweitgrößte Landesverband. Bundesweit hat die GEW 254.000 Mitglieder.

„Wir wollen an den Schulen weder Erbsenzählerei noch Stoppuhr-Mentalität, sondern wir wollen ein Aufbrechen der bestehenden Zeitstrukturen. Schavans Bandbreitenregelung dagegen zementiert die Pflichtstundenregelung, mit der keine moderne Pädagogik möglich ist“, sagte Dahlem. Die GEW geht davon aus, dass die Bandbreitenregelung wie in Nordrhein-Westfalen von den Schulleitungen nicht umgesetzt wird und mit Schavans Abschied aus Baden-Württemberg schnell zu den Akten gelegt wird.


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