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PM 38/08: Fußball-EM

30.05.2008: Fußball-EM 2008: Auf EM Rücksicht nehmen

GEW: Fußballbegeisterte Schüler in ganz Baden-Württemberg

Die Bildungsgewerkschaft GEW empfiehlt den Schulen, sich ab dem 7. Juni auf müde oder zumindest abgelenkte Schüler/innen einzustellen. „Viele Schülerinnen und Schüler werden ab diesem Zeitpunkt die Fußball-Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz verfolgen wollen. Wir bitten die Lehrerinnen und Lehrer bei der Planung von Klassenarbeiten und Hausaufgaben die EM-Termine zu berücksichtigen. Für viele Kinder und Jugendlichen ist die Europameisterschaft ein besonderes Erlebnis und wir rufen die Lehrkräfte auf, darauf Rücksicht zu nehmen“, sagte am Freitag (30.05.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Die meisten Spiele werden erst um 20.45 Uhr angepfiffen, sodass die Schüler/innen gut acht Stunden nach dem Abpfiff wieder im Klassenzimmer sitzen müssen.

Die Fußball-EM beginnt am Samstag, 07.06., mit dem Eröffnungsspiel Schweiz–Tschechien in Basel. Das erste Spiel der deutschen Nationalmannschaft findet am 8. Juni gegen Polen statt. Die GEW schlägt den Lehrer/innen vor, das Thema EM in den Unterricht aufzunehmen und bietet im Internet Links zur Unterrichtsgestaltung an. Außerdem gibt es auf der GEW-Seite ein EM-Quiz mit Fragen rund um Fußball und Bildung.

Dort können nicht nur Ergebnisse getippt werden, sondern gefragt wird unter anderem auch nach dem deutschen Nationalspieler, der sein Abitur auf einer Gesamtschule gemacht hat und an welcher Schulart der Lehrer unterrichtete, der die ersten deutschsprachigen Fußball-Regeln veröffentlichte.


Pressemitteilungen 2008
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Vor allem auf jüngere Schüler/innen Rücksicht nehmen

(06/08) In einigen Medien wurde berichtet, die GEW schlage vor, das während der gesamten EM keine Klassenarbeiten geschrieben werden sollen. - Das ist eine Falschmeldung, wie oben im Originaltext der Pressemitteilung zu lesen ist.

An vielen weiterführenden Schulen und Beruflichen Schulen können langfristige geplante Klassenarbeiten, landesweite Vergleichsarbeiten und Abschlussprüfungen nicht verlegt werden. Betroffen sind dort vor allem ältere Schüler/innen, die in der Regel ohnehin nicht mehr nach der Tagesschau ins Bett gehen. Dort, wo es noch möglich ist, verlegen aber viele Schulen die Klassenarbeiten für jüngere Schüler/innen von der ersten Stunde auf eine spätere Uhrzeit oder auf Tage, an denen vorher nicht die deutschen Kicker auf dem Rasen stehen.




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Bayerns Kultusminister unterstützt die GEW

Abendzeitung, München, 02.06.08:

Bayerns Lehrer können nach EM-Spieltagen mit deutscher Beteiligung Klassenarbeiten absagen. Das Kultusministerium sprach sich für „aktuelle, praxisbezogene Schulstunden“ aus. Nur Realschüler, die während der EM ihre Abschlussprüfungen schreiben, können nicht mit dem Bonus rechnen. Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider (CSU) hat alle Lehrer dazu aufgerufen, während der Fußball-Europameisterschaft zumindest am Tag nach Spielen mit deutscher Beteiligung keine Klassenarbeiten schreiben zu lassen. Zuvor hatten der bayerische sowie der baden-württembergische GEW-Landesverband dafür plädiert, Schüler während der am Samstag beginnenden EM teilweise von Klassenarbeiten zu befreien. Schneider appellierte im Rundfunksender Bayern3 an die Lehrkräfte, den Kindern das Anschauen der Spiele zu ermöglichen, ohne dass am nächsten Tag Proben stattfänden. Der Kultusminister sprach sich für „aktuelle, praxisbezogene Schulstunden“ aus: „Ich bin überzeugt, dass gerade dann, wenn die Deutschen in der Vorrunde spielen, man mit den Schülern einen interessanten und packenden Unterricht machen kann.“


taz, München, 05.06.08:

SchülerInnen in Bayern müssen am Morgen nach Spielen des deutschen Teams bei der Fußball-EM wahrscheinlich keine Klassenarbeiten schreiben. Kultusminister Siegfried Schneider sagte gestern im BR: "Ich schreibe nicht vor, wann die Klassenarbeiten sind, aber ich appelliere an unsere Lehrkräfte, dass sie darauf Rücksicht nehmen." Viele Kinder wollten die Fußballspiele anschauen und kämen dann erst spät ins Bett. Zumindest am Morgen nach deutschen Spielen sollten sie LehrerInnen auf Test verzichten, empfahl der CSU-Politiker.

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