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PM 42/06: Späte Sommerferien

28.04.06: Lehrer/innen arbeiten freiwillig zwei Tage länger

Später Sommerferienbeginn schafft Probleme

Stuttgart – Rund 7.000 Lehrerinnen und Lehrer in Baden-Württemberg werden voraussichtlich am Ende des Schuljahrs freiwillig und unbezahlt zwei Tage länger arbeiten. Jetzt gibt es Streit um den Versicherungsschutz und um das Gehalt für das zusätzliche Engagement.

Das laufende Schuljahr endet am 31. Juli 2006, die Sommerferien beginnen allerdings erst drei Tage später, am 3. August 2006. „Mit dem Ende des Schuljahres endet der Dienst für Lehrerinnen und Lehrer, die in Pension gehen und der Vorbereitungsdienst für Referendarinnen und Referendare sowie für Anwärterinnen und Anwärter. Während für die zukünftigen Pensionäre zufrieden stellende Lösungen gefunden wurden, erhalten die Nachwuchslehrkräfte in den letzten Tagen kein Gehalt und haben ab dem 27. Juli keinen Dienstunfallschutz mehr. „Ich finde es lächerlich, wenn das zusätzliche Engagement daran scheitern sollte, dass diese nicht den selbstverständlichen Schutz erhalten“, sagte Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg am Freitag (28.04.) in Stuttgart.

Die Landesregierung würde es begrüßen, wenn die Lehrkräfte am 1. und 2. August ihren Unterricht ehrenamtlich fortführen würden. Doch bei einer ehrenamtlichen Tätigkeit sichert das Kultusministerium keinen Dienstunfallschutz zu. Um vollständig versichert zu arbeiten, können die etwa 3.000 Lehrerinnen und Lehrer, die Ende des Schuljahres in Pension gehen, jetzt den Eintritt in den Ruhestand um zwei Tage verschieben.

Die Verträge für etwa 4.000 Referendar/innen und Lehramtsanwärter/innen können nicht verlängert werden. „Ausgerechnet für die schwächste Beschäftigtengruppe besteht keine vernünftige Möglichkeit, das Schuljahr mit den Schüler/innen und dem Kollegium abzuschließen. Obwohl zur Zeit die große Mehrheit der Referendar/innen und Anwärter/innen in den Schuldienst übernommen werden, überlässt die Landesregierung die jungen Lehrer am Schuljahresende bis September in die Arbeitslosigkeit“, so Dahlem.


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