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Pfad zur Seite:Startseite - Aktuell - Presse - Pressemitteilungen 2008 - April - Juni 2008 - PM 43/08 Bildungspolitik

PM 43/08 Bildungspolitik

Rau-Rücktritt? - Gesamte Landesregierung sorgt für Stückwerk Bildungspolitik

„Mit dem von der SPD geforderten Rücktritt von Kultusminister Helmut Rau wäre niemandem geholfen.
Für die Flickschusterei mit Hausaufgabenbetreuung und pädagogischen Assistenten tragen die gesamte Landesregierung mit Ministerpräsident Günther Oettinger sowie die CDU- und FDP-Fraktion die Verantwortung“, sagte am Mittwoch (18.06.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Bildungs- gewerkschaft GEW. Die GEW erinnerte unter anderem daran, dass die CDU-Fraktion 2007 die von Rau vorgeschlagene Senkung des Klassenteilers in der Hauptschule blockiert hatte.

Stückwerk Bildungspolitik:

Juni 08: Schlechte Chancen für Jung-Lehrer/innen

März 08: Zu wenig Fortbildungen

Februar 08: Oettinger drückt sich

Januar 08: Volle Klassen

13.06.08: Stückwerk Bildungspolitik im Kinderland

GEW: Echte Ganztagsschulen statt Flickschusterei

Stuttgart – „Die Bildungspolitik der Landesregierung wird immer mehr zum Stückwerk. Dieser Flickschusterei mit Hausaufgabenbetreuung und pädagogischen Assistenten werden die Wählerinnen und Wähler bei der nächsten Landtagswahl eine Absage erteilen. Populistische Reaktionen auf berechtigte Kritik werden niemanden zufrieden stellen“, sagte am Freitag (13.06.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) kritisiert die Pläne zur Einrichtung einer Hausaufgabenbetreuung an Gymnasien als „völlig unangemessen“, weil es die Probleme des G 8 nicht löst. "Wenn das Land jetzt Hausaufgabenbetreuung finanziert, dann bitte aber für alle Schularten. Die Kinder und Jugendlichen an den anderen Schularten brauchen ebenfalls mehr Unterstützung. Kultusminister Helmut Rau ist vor zwei Jahren mit dem Versprechen angetreten, mehr für die individuelle Förderung zu tun, doch der Alltag an den Schulen sind volle Klassen und weniger statt mehr Förderunterricht“, so Moritz.

Während die Landesregierung jetzt für die Gymnasien Hausaufgabenbetreuung organisiert, dürfen die Pädagogischen Assistenten in den Hauptschulen keine Unterstützung bei Hausaufgaben geben, dafür seien die Schulträger zuständig, so das Kultusministerium.

Die GEW schlägt unter anderem vor, bis 2013 alle Gymnasien zu echten Ganztagsschulen auszubauen. „Wenn jedes Jahr 50 Gymnasien Ganztagsschulen werden, gibt es in sechs Jahren in Baden-Württemberg keine Kinder mehr, die nach dem Unterricht mit Hausaufgaben nach Hause kommen“, sagte Moritz.

In Baden-Württemberg gibt es 377 öffentliche Gymnasien, davon sind nur 64 Ganztagsschulen. Von den 59 privaten Gymnasien sind mit 36 mehr als die Hälfte Ganztagsschulen.

Dezember 07: Unterrichtsausfall

November 07: Flickwerk Hauptschule

Oktober 07: 54.000 Unterschriften

April 07: CDU lässt Hauptschulen im Stich



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