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Aktuell Presse Pressemitteilungen 2004 Jul. - Sep. 2004 PM 46/04: Fremdsprachen | ||||||
| PM 46/04: Fremdsprachen | ||||||
| 26.07.04: Fremdsprachenlernen auf Kosten von Förderunterricht Qualifizierung für Grundschullehrer/innen verbessern Stuttgart - "Der Fremdsprachenunterricht an den Grundschulen ist nur dann ein sinnvolles Projekt, wenn er nicht zu Lasten der Förderangebote geht. Doch für die Umsetzung der Grundschulfremdsprache in Klasse 2 werden im nächsten Schuljahr 450 Deputate benötigt, aber nur 300 werden zusätzlich zur Verfügung gestellt. An den Grund- und Hauptschulen müssen deshalb Fördermaßnahmen und Arbeitsgemeinschaften im Umfang von rund 150 Stellen gestrichen und größere Klassen gebildet werden. Das ist keine zukunftsweisende Bildungspolitik", sagte am Montag (26.7.) in Stuttgart Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg. Im September 2003 hatte Baden-Württemberg als erstes Bundesland den flächendeckenden Fremdsprachenunterricht in den ersten Klassen eingeführt. In den 2.600 Grund- und Hauptschulen mit gut 660.000 Schüler/innen gibt es bereits im Schuljahr 2003/04 nur für jede vierte Grund- und Hauptschulklasse eine Förderstunde und nur für jede zehnte Klasse eine Stunde Ausländerförderunterricht. Die GEW befürchtet, dass die Fremdsprachen zunehmend in zwei Stunden pro Woche von Fachlehrer/innen unterrichtet werden, anstatt sie in kurzen Sequenzen in viele Unterrichtsstunden einzubauen. "Es haben noch nicht genügend Lehrkräfte ausreichende Qualifizierungen, damit das Fremdsprachenlernen überall durch die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer in den Unterricht einfließen kann. Damit wird der gute Ansatz des spielerischen Lernens nicht mehr erreicht", sagte Dahlem. Derzeit können mit den Fortbildungsmitteln zu wenig Lehrer/innen weiterqualifiziert werden. Vor allem für den Französisch-Unterricht fehlen qualifizierte Lehrkräfte. In der Regel stehen nur für einen von vier Grundschuljahrgängen entsprechend ausgebildete Lehrer/innen zur Verfügung. Zudem würden die Fortbildungen nicht ausreichen, um danach sinnvoll und einem hohen qualitativen Niveau die Fremdsprachen unterrichten zu können. | Pressemitteilungen 2004 zurück... Weitere Informationen | |||||