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PM 55/09 Einigung im KiTa-Streik

27.07.09: Einigung im KiTa-Streik ist ein erster Schritt

Bildungsgewerkschaft GEW dankt Erzieher/innen und Eltern

Stuttgart – Als „ein Resultat, das sich sehen lassen kann“, hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) das Verhandlungsergebnis gewertet, das die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) und die Gewerkschaften ver.di und GEW heute in Frankfurt a.M. erzielten. „Unser Ziel, das sozialpädagogische Berufsfeld aufzuwerten, haben wir erreicht. Damit haben wir einen Schritt nach vorne gemacht, der jedoch größer hätte ausfallen dürfen. Der Tarifvertrag Gesundheitsschutz wird zu deutlich besseren Arbeits- und Lernbedingungen insbesondere in den Kindertagsstätten führen. Für die meisten Berufsgruppen wird es – zum Teil deutlich – mehr Geld geben. Gerade die Erzieherinnen, die sehr viel zu den erfolgreichen Streikaktivitäten beigetragen haben, werden über das Lebensarbeitseinkommen gerechnet künftig besser verdienen. Ich danke allen Erzieherinnen und Erziehern für ihren Einsatz in diesem langen Arbeitskampf und den Eltern für ihr Verständnis. Es ist bedauerlich, dass die Arbeitgeber so lange die Verhandlungen blockiert haben“, sagte am Montag (27.07.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).
„Insbesondere ist es gelungen, die jungen, nach dem 1. Oktober 2005 eingestellten Erzieherinnen aus ihrem beschämend niedrigen Einkommensniveau herauszuholen.“
Um den Gesundheitsschutz in den Betrieben zu verbessern, hätten die Beschäftigten künftig einen individuellen Rechtsanspruch auf eine Gefährdungsanalyse ihres Arbeitsplatzes, sagte Moritz. Für die Umsetzung von Maßnahmen zum Gesundheitsschutz im Betrieb würden Kommissionen sorgen. Zur Unterstützung ihrer Arbeit können sie Gesundheitszirkel einrichten. Die Mitglieder der Kommissionen für den betrieblichen Gesundheitsschutz würden je zur Hälfte vom Arbeitgeber und dem Personal- bzw. Betriebsrat benannt.
Info: Die zuständigen GEW-Gremien haben dem Verhandlungsergebnis einstimmig zugestimmt. Jetzt werden die Mitglieder der Bildungsgewerkschaft um ihr Votum gebeten. Die Urabstimmung findet in der Zeit bis zum 14. August statt. Die Erklärungsfrist für Arbeitgeber und Gewerkschaften endet am 21. August. Die Zustimmung aller Seiten vorausgesetzt tritt der Tarifvertrag zum 1. November in Kraft. Er hat eine Laufzeit von fünf Jahren.


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