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Pfad zur Seite:Startseite - Aktuell - Presse - Pressemitteilungen 2004 - Jul. - Sep. 2004 - PM 59/04: OECD-Lehrerstudie

PM 59/04: OECD-Lehrerstudie

22.09.04: "Entschuldigung, dass wir so alt sind!"


OECD-Lehrerstudie: Baden-Württemberg braucht Lehrerbedarfsplanung

Stuttgart - Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg verlangt angesichts der Ergebnisse der OECD-Lehrerstudie eine langfristige Lehrerbedarfsplanung für Baden-Württemberg. "Die Lehrerinnen und Lehrer sind nicht dafür verantwortlich, dass sie älter als ihre Kollegen in anderen Ländern sind. Der neue Bericht der OECD ist keine Kritik an den Lehrkräften, sondern eine Ohrfeige für die Landesregierungen, die in den vergangenen Jahrzehnten zu wenig dafür getan haben, qualifizierten Nachwuchs zu gewinnen, kontinuierlich neue Lehrkräfte einzustellen und durch ein professionelles Fortbildungsangebot ihre Pädagoginnen und Pädagogen weiter zu qualifizieren", sagte am Mittwoch (22.9.) in Stuttgart der GEW-Landesvorsitzende Rainer Dahlem.

Die GEW warnte Landesregierung und die Parteien davor, angesichts leicht sinkender Schüler/innenzahlen bereits Stellenstreichungen nach der Landtagswahl 2006 zu planen. "Baden-Württemberg darf die Fehler der vergangenen 20 Jahre nicht wiederholen und braucht endlich eine langfristige Lehrerbedarfsplanung. Sinkende Schülerzahlen müssen zuerst genützt werden, um die Unterrichtsversorgung zu sichern, die Schüler/innen besser zu fördern und pädagogische Reformen sinnvoll umzusetzen", sagte Dahlem.

Die GEW wendet sich gegen Behauptungen, nach denen Lehrer/innen "fortbildungsunwillig" seien. "Die Zahlen in Baden-Württemberg zeigen, dass Lehrer/innen weit mehr Fortbildungen als andere Berufsgruppen besuchen. Viele Kurse sind überbelegt, es fehlt weiterhin an ausreichenden qualifizierten Angeboten. Wenn ein Unternehmen so wenig für die Qualifizierung seiner Mitarbeiter ausgeben würde, wie das Kultusministierum für die Lehrerinnen und Lehrer, wäre der Betrieb längst pleite", so Dahlem.

Die OECD-Expert/innen, die für die Lehrerstudie verantwortlich sind, hatten auch das Schulsystem in Baden-Württemberg unter die Lupe genommen und mit Vertreter/innen der GEW gesprochen.


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