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PM 59/05 Förster-Lehrer-Projekt

18.08.05: Umschulung: Förster sollen Lehrer werden

GEW: Bisher einziger Synergieeffekt der Verwaltungsreform

Stuttgart – Ab 2006 können sich in Baden-Württemberg Forstbeamte zu Hauptschullehrer/innen umschulen lassen. „Wir begrüßen die Qualifizierungsmaßnahme. Dies ist allerdings auch der erste wirkliche Synergieeffekt im Bereich der Schulen, der durch das Jahrhundertprojekt Verwaltungsreform erzielt wird. Alle anderen Veränderungen haben bisher weder zu Einsparungen noch zu Qualitätsverbesserungen geführt. Mit der geplanten Umschulung von Förstern kann die Integration der Verwaltung von Grundschulen und Baumschulen in die Landratsämter im Nachhinein nicht gerechtfertigt werden“, sagte am Donnerstag (18.08.) Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Forstbeamte können sich in einem viersemestrigen Aufbaustudiengang und einem 18-monatigen Vorbereitungsdienst für das Lehramt qualifizieren. Neben einem Hauptfach (Deutsch oder Mathematik) wird voraussichtlich das Nebenfach Biologie verbindlich sein. Das 2. Nebenfach soll zwischen Chemie, Physik oder Geographie gewählt werden können. „Angesichts des Lehrermangels an den Hauptschulen vor allem in naturwissenschaftlichen Fächern begrüßen wir die Qualifizierungsmaßnahme. Wichtig ist eine qualifizierte pädagogische und didaktische Ausbildung der interessierten Forstbeamtinnen und Forstbeamten“, so Dahlem.

Im Zuge der Verwaltungsreform sollen mehrere Hundert Förster ersatzlos wegrationalisiert werden. In der Schulverwaltung sind bisher keine Einsparpotenziale feststellbar: Die vier Oberschulämter wurden in die Regierungspräsidien eingegliedert und die ehemals 30 Schulämter auf die insgesamt 44 Land- und Stadtkreise aufgeteilt.


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