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Aktuell Presse Pressemitteilungen 2004 Jul. - Sep. 2004 PM 61/04: Neubewertung | ||||||
| PM 61/04: Neubewertung | ||||||
| 30.09.04: Abschied von der Häppchen-Pädagogik? Kleine Fortschritte bei der Neubewertung der Lehrer/innenarbeit Stuttgart - Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg bezeichnete die Beschlüsse zur Neubewertung der Lehrer/innenarbeit als "kleine Fortschritte beim Abschied von der Häppchen-Pädagogik". "Es ist positiv, dass die Arbeitsgruppe grundsätzlich den Weg für Modellversuche frei gemacht hat. Die ebenfalls beschlossene Möglichkeit zur begrenzten individuellen Deputatsfestlegung an den Schulen ist aber kein Fortschritt. Eine Neubewertung der Arbeit von Lehrerinnen und Lehrern macht nur Sinn, wenn die Arbeitszeit nicht mehr nur nach den gehaltenen Unterrichtsstunden berechnet wird", sagte am Donnerstag (30.9.) in Stuttgart der GEW-Landesvorsitzende Rainer Dahlem. Die Arbeitsgruppe zur Neubewertung der Arbeitszeit hatte gestern zwei Beschlüsse gefasst. Ab dem Schuljahr 2005/06 sollen Schulen auf der Grundlage der bisherigen Deputatsregelungen die Möglichkeit haben, die Unterrichtsverpflichtung von einzelnen Lehrkräften um bis zu zwei Stunden zu erhöhen oder zu senken. Dabei kann zum Beispiel berücksichtigt werden, wenn ein/e Lehrer/in viele außerunterrichtliche Aufgaben oder einen besonders schwierigen Lehrauftrag übernommen hat. Die Teilnahme an diesem sogenannten "Bandbreitenmodell" ist freiwillig. "Die GEW hat diesem Beschluss nicht zugestimmt, weil isolierte Teillösungen die Arbeit an den Schulen nicht verändern und nicht zur dringend notwendigen Verbesserung der Qualität beitragen", sagte Dahlem. Die Vertreter der Lehrerverbände des Beamtenbunds habden dem Bandbreitenmodell zugestimmt. Der zweite Beschluss beauftragt eine Arbeitsgruppe unter Leitung des GEW-Landesvorsitzenden konkrete Konzepte für Modellversuche zu erarbeiten, die ebenfalls ab dem Herbst 2005 an einzelnen Schulen erprobt werden sollen. Die GEW hat dazu bereits Vorschläge vorgelegt. Der GEW-Vorschlag zur Neubewertung der Arbeit von Lehrerinnen und Lehrern verfolgt das Ziel neue Formen des Lernens zu ermöglichen. "Wir brauchen den Abschied von der Häppchen-Pädagogik. Ein grundlegend neues Arbeitszeitmodell wäre ein wichtiger Schritt, um sich vom Lernen im 45-Minuten-Takt zu verabschieden, neue Lern- und Lehrformen dauerhaft zu etablieren und die Lehrkräfte zu entlasten", so Dahlem. | Pressemitteilungen 2004 zurück... Weitere Informationen | |||||