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PM 63/04: Ferien

08.10.04: Frühjahrsferien statt Pfingstferien?


GEW: Zerstückelung des zweiten Schulhalbjahres beenden

Stuttgart - "Die Schulferien haben sich vorrangig an dem Interesse der Schule an einem guten und geordneten Unterricht zu orientieren. Das Schuljahr ist deshalb durch die Schulferien in pädagogisch sinnvolle Zeit-Blöcke zu gliedern, bei denen sich Phasen der Arbeit und der Erholung abwechseln", schreibt Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) an das Kultusministerium in einer Stellungnahme zur Ferienverteilung ab dem Schuljahr 2006/07.

Die GEW schlägt vor Frühjahrsferien einzuführen. Dafür sollen Oster- und Pfingstferien gestrichen oder gekürzt werden.

"Schulferien sind in erster Linie für Schülerinnen und Schüler da. Es ist zwar verständlich, lieber in der warmen Jahreszeit Ferien machen zu wollen. Aber im zweiten Schulhalbjahr gibt es kaum zusammenhängende Arbeitsphasen und Klassenarbeiten werden manchmal täglich geschrieben. Die Schülerinnen und Schüler stehen unter einem nicht zu vertretenden Leistungsdruck, der langfristige Lernerfolge nicht fördert", so Dahlem.

Die GEW wendet sich gegen Forderungen, die Schulferien noch stärker zu staffeln. "Wirtschaftliche Interessen wie die der Tourismusbranche dürfen keinen Vorrang erhalten", so Dahlem.
In Deutschland wurde durch das "Hamburger Abkommen" 1964 die Gesamtdauer der Ferien auf 63 Werktage festgelegt. Es wurde ebenfalls vereinbart, dass es zusammenhängende Ferien zur Oster- und Weihnachtszeit geben soll. Das Hamburger Abkommen lässt aber zu, dass Baden-Württemberg eigenständig durch eine Neuregelung der Ferienordnung die Zerstückelung des zweiten Schulhalbjahres verringern könnte.


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