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PM 63/08 Unterrichtsversorgung

16.10.08: Im Kinderland dürfen die Kinder früher nach Hause gehen

GEW: Täglich Meldungen über Unterrichtsausfälle

Stuttgart – „Jeden Tag melden sich Eltern, Schüler und Lehrer aus Baden-Württemberg über unser Internetportal und melden ausgefallene Schulstunden. Die derzeit 1250 Lehrkräfte starke Lehrerreserve des Landes Baden-Württemberg reicht bei weitem nicht aus. Die 17 Millionen Euro, die darüber hinaus für befristete Krankheitsvertretungen in den Schulen vorgesehen sind, müssen in feste Stellen umgewandelt werden. Um Unterrichtsausfall in den 5000 Schulen des Landes zu verhindern, muss die ständige Reserve auf etwa 6000 Lehrkräfte ausgebaut werden“, sagte am Donnerstag (16.10.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Entgegen der Ankündigung Kultusministers Helmut Raus zu Beginn des Schuljahres ist der Pflichtunterricht keineswegs gesichert. In zahlreichen Schulen sind Lehrerstellen nicht besetzt. Um Personalkosten zu sparen, erhalten viele Lehrkräfte keine Festanstellung, sondern werden von den Bundesländern nur befristet eingestellt. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit betraf dies im Sommer 2007 bundesweit etwa 7000 Lehrkräfte, in Baden-Württemberg sind es zwischen 1000 und 1500 Lehrer/innen. „Wer kann, wechselt auf feste Lehrerstellen in anderen Bundesländern, im Ausland oder an Privatschulen. Dadurch können vor allem in Mangelfächern oft keine Ersatz-Lehrkräfte gefunden werden, wenn festangestellte Lehrerinnen und Lehrer länger ausfallen“, so Moritz.


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