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PM 64/09: Weltlehrertag

04.10.09: Weltlehrer/innentag am 5. Oktober: „Danke für eure Arbeit!“

GEW: Lehrer/innen nicht mehr zu Hartz IV-Empfängern machen

Stuttgart – „Es ist zynisch, wenn baden-württembergische Politiker zum Weltlehrertag die engagierte Arbeit in den Schulen preisen, aber gleichzeitig jedes Jahr bis zu 3.000 befristete Lehrerinnen und Lehrer in den Sommerferien zu Hartz IV-Empfänger/innen machen. Zu wenig junge Menschen entscheiden sich für den Lehrerberuf aufgrund der schlechte Arbeitsbedingungen, die der Südwesten auch im Vergleich zu anderen Bundesländern anbietet“, sagte am Sonntag (04.10.) Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg, zum Weltlehrertag am 5.Oktober. In den meisten anderen Bundesländern werden befristet beschäftige Lehrer/innen in den Sommerferien bezahlt.

Die GEW macht sich außerdem für bessere Arbeitsbedingungen und mehr Gesundheitsförderung stark. Die GEW appelliert an Ministerpräsident Oettinger, das seit zwei Jahren versprochene Paket zum Arbeits- und Gesundheitsschutz endlich umzusetzen. „Nur wenige Kolleginnen und Kollegen sind noch in der Lage, bis 65 Jahre zu arbeiten. Viele leiden unter beruflichem Dauerstress, immer längeren Arbeitszeiten und zu großen Klassen. Wir brauchen kleinere Klassen und Unterstützung für schwierige Situationen in den Klassenzimmern. Wer Lehrerinnen und Lehrer in die Lage versetzt, mit Konflikten und Aggression umzugehen, baut nicht nur krank machende Faktoren ab, sondern sorgt auch für ein besseres Lern-klima in den Schulen“, so Moritz.


Weltlehrer/innentag - Hintergrundinformationen
 
Weltlehrer/innentag 2010: „Jetzt in Bildung investieren“

Die diesjährige Kampagne der Bildungsinternationalen und ihrer Mitgliedsgewerkschaften zum Weltlehrertag steht unter dem Motto: Zukunft gestalten – Jetzt in Bildung investieren. In Deutschland wird der Weltlehrertag seit 1994 jährlich am 5. Oktober begangen. Ins Leben gerufen wurde er 1966 durch die „Charta zum Status der Lehrerinnen und Lehrer“, die von der UNESCO, der Internationalen Arbeitskonferenz (ILO) und der Bil-dungsinternationalen (BI) beschlossen wurde. Zum ersten Mal war es damit gelungen, international den Status des Lehrerberufs in der Gesellschaft und die Verpflichtung der Politik zur Sicherung notwendiger Arbeits- und Lebensbedingungen für Lehrer/innen zu fixieren.
In über 100 Ländern werden daher morgen der tägliche Einsatz und die Bemühungen der Lehrer/innen für eine bessere Bildung mit Dank und An-erkennung gewürdigt. Auch in Baden-Württemberg finden am morgigen Tag Aktionen auf Initiative von Schulleitern, Kommunen sowie Elternbeiräten statt. Diese reichen von Theateraufführungen bis zu öffentlichen Empfängen und Lehrer-Schüler Gesprächen.


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