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Pfad zur Seite:Startseite - Aktuell - Presse - Pressemitteilungen 2005 - Jul. - Sept. 2005 - PM 65/05: Heterogenität

PM 65/05: Heterogenität

24.09.05: Abschied von der Pädagogik des Wegschickens

GEW erwartet vom neuen Kultusminister eine neue Schulkultur

Landesweiter Sonderpädagogischer Fachtag in Karlsruhe

Stuttgart – „Die Nachfolgerin oder der Nachfolger von Kultusministerin Annette Schavan hat die große Chance, einen Dialog über eine neue Schulkultur in Baden-Württemberg anzustoßen. Der Südwesten kann in Deutschland Vorreiter werden, wenn sich die Bildungspolitik von der Pädagogik des Wegschickens verabschiedet und in einer längeren gemeinsamen Schulzeit Kinder besser fördert, anstatt sie bereits nach der vierten Klasse zu trennen“, sagte am Samstag (24.09) in Karlsruhe Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg auf einem landesweiten Fachtag von Sonderpädagog/innen. Unter dem Titel „Heterogenität nutzen, Gemeinsamkeiten finden“ diskutierten die Teilnehmer/innen aus allen Schularten über Möglichkeiten in heterogenen Lerngruppen Kinder und Jugendliche gezielt zu fördern.

In der nächsten Woche will Ministerpräsident Günther Oettinger die Nachfolge Annette Schavans klären. Schavan hatte in ihrer zehnjährigen Amtszeit jede Diskussion über andere Schulstrukturen zum Tabu erklärt, obwohl alle PISA-Siegerländer die Kinder nicht so früh in verschiedene Schularten aufteilen wie Baden-Württemberg.

Dahlem kritisierte vor den 100 Pädagog/innen und Expert/innen die Schulkultur in Baden-Württemberg: „Schulstruktur und Schulkultur hängen eng zusammen. Die vielfältigen Begabungen und Neigungen der Kinder und Jugendlichen sind keine Belastung, sondern eine Chance. Durch die bewusste Arbeit mit heterogenen Gruppen können sich Schulen zu lebendigen Lernorten entwickeln“, so Dahlem.


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