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Pfad zur Seite:Startseite - Aktuell - Presse - Pressemitteilungen 2006 - Jul. - Sep. 2006 - PM 67/06: Schuljahresanfang

PM 67/06: Schuljahresanfang

13.09.06: Stellensperre ist Betrug an Wähler/innen und Kindern

GEW: Eltern sollen sich für Erhalt aller Lehrerstellen einsetzen

Stuttgart – „So lange nur jedes zehnte Grundschulkind eine Förderstunde pro Woche besuchen kann, viele Klassenzimmer mit über 30 Kindern und Jugendlichen überfüllt sind und an den Beruflichen Schulen bereits planmäßig fünf Prozent des Unterrichts ausfallen muss, darf in Baden-Württemberg keine Lehrerstelle wegfallen. Die geplante Stellensperre ist ein unverschämter Betrug an den Wählerinnen und Wählern sowie Kindern und Jugendlichen in Baden-Württemberg. Wir rufen die Eltern der gut 1,6 Millionen Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg auf, für die im Landtagswahlkampf versprochenen Qualitätsverbesserungen durch Umschichtung frei werdender Lehrerstellen zu protestieren“, sagte am Mittwoch (13.09.) in Stuttgart Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Die GEW kritisiert, dass die Einführung des Projekts „Schulreifes Kind“ offenbar auf Kosten von Arbeitsgruppen und Förderangeboten an Schulen geplant ist. „Es gibt im kommenden Schuljahr keine einzige zusätzliche Unterrichtsstunde für Oettingers Projekt ‚Schulreifes Kind’. Wer außerdem mit der Einführung des jahrgangsübergreifenden Unterrichts die Klassengrößen in der Grundschule erhöht und so auf Kosten der Kleinsten spart, sollte das Wort ‚Kinderland’ nicht mehr in den Mund nehmen“, so Dahlem.

Die Bildungsgewerkschaft rechnet damit, dass sich trotz der neuen Stellen die Unterrichtsversorgung im neuen Schuljahr nicht verbessern wird. „Die zusätzlichen Stellen werden für die steigenden Schülerzahlen in den Gymnasien und Beruflichen Schulen gebraucht. Vor allem im Herbst und Winter werden aber wieder viele Stunden ausfallen müssen, weil die Krankheitsreserve nicht groß genug ist“, so Dahlem. Nach der Lehrerbedarfsprognose für Baden-Württemberg würden als Krankheitsreserve etwa 5.000 Stellen benötigt, derzeit gibt es 1.250 Stellen.

11.000 Unterschriften


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