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PM 69/05: Studiengebühren

25.10.05: Studiengebühren sind Armutszeugnis

GEW: Studiengebührenmodell der L-Bank reicht nicht aus
(Zumeldung PM Wissenschaftsministerium, Nr. 195/2005)

Stuttgart – „Wem zur Lösung unserer Probleme im Bildungssystem nichts anderes einfällt, als die Kosten von Bildung auf Familien und Studierende abzuwälzen, der stellt sich und diesem reichen Land ein Armutszeugnis erster Klasse aus. Die Situation in der Lehre wird sich nicht verbessern, da die Hochschulen durch die Studiengebühren etwa die Gelder erhalten, die ihnen gerade erst in den letzten beiden Sparhaushalten gekürzt wurden“, sagte am Dienstag (25.10.) in Stuttgart der GEW-Landesvorsitzende Rainer Dahlem.

Das Modell der L-Bank zur Finanzierung von Studiengebühren reiche nicht aus und werde junge Erwachsene mit schmalem Geldbeutel vom Studieren abhalten. „Im Gegensatz zu Ländern wie Australien haben wir kein funktionierendes Stipendien-System, das jungen Menschen mit knappem Geldbeutel ein Studium erlaubt“, widerspricht Dahlem dem baden-württembergischen Wissenschaftsminister Peter Frankenberg.

„Deutschland ist im internationalen Vergleich das Land, in dem der Bildungserfolg am stärksten durch die soziale Herkunft bestimmt wird. Durch Studiengebühren wird sich dieser alarmierende Zustand weiter verschärfen. Wir brauchen mehr und nicht weniger Studierende. Durch die Einführung von Studiengebühren werden junge Menschen vom Studium abgehalten. Wir werden bald auf dem Arbeitsmarkt einen Fachkräftemangel haben“, so Dahlem.

Die Bildungsgewerkschaft macht sich dafür stark, dass Bildung unabhängig von der Herkunft und dem Geldbeutel der Eltern ein Grundrecht für alle Menschen bleibt. Das Erststudium soll gebührenfrei sein.


Pressemitteilungen 2005
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 Stellungnahme_GEW.pdf
 21.10.05 (55 KB)

 PM_DGB-BW.pdf
 25.10.05 (61 KB)


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