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PM 71/07: Musikhochschulen

23.10.07: Lehrbeauftragte Musikhochschulen: Nur 14 Euro pro Stunde

Protestkonzert für bessere Honorare – seit 20 Jahren keine Erhöhung

Stuttgart – Die Bildungsgewerkschaft GEW unterstützt die Proteste der Lehrbeauftragten der fünf Musikhochschulen in Baden-Württemberg. „Das Wissenschaftsministerium präsentiert sich gerne Förderer der schönen Künste, aber den eigenen Lehrbeauftragten wird ein Hungerlohn gezahlt“, sagte am Dienstag (23.10.) in Stuttgart Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Er sprach auf einem Protestkonzert von gut 100 Dozenten der fünf Musikhochschulen Baden-Württembergs auf dem Stuttgarter Schlossplatz.

Die Honorare der Lehrbeauftragten wurden seit 20 Jahren nicht erhöht. In dieser Zeit ist allein die Inflationsrate um 49,7 Prozent gestiegen. Die meisten Freien Mitarbeiter erhalten ein Honorar von 28,22 Euro für die gehaltene Stunde. Mit den Vorbereitungszeiten entspricht dies einem Stundenlohn von 14 Euro. Bei Krankheit und während der Semesterferien erhalten die Dozenten kein Geld.

Lehrbeauftragte sollten ursprünglich zur Ergänzung der Lehre beschäftigt werden. Aufgrund von Einsparungen bei festen Stellen wird inzwischen bis zu 60 Prozent der Lehre von Lehrbeauftragten übernommen. Sie erhalten jedes Semester einen neuen Vertrag und wissen somit erst zu Semesterbeginn, ob sie überhaupt weiterarbeiten können. Musikhochschulen gibt es in Freiburg, Karlsruhe, Mannheim, Stuttgart und Trossingen.


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 Lehrkräfte 2. Klasse (24 KB)

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