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Aktuell Presse Pressemitteilungen 2004 PM 72/04: Ausländerkinder | ||||||
| PM 72/04: Ausländerkinder | ||||||
| 08.11.04: Ausländerkinder werden strukturell benachteiligt Familienbericht 2004: Risiko in Baden-Württemberg am höchsten Stuttgart - Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) verlangt, in einem ersten Schritt die Zahl ausländischer Kinder an Sonderschulen für Lernbehinderte bis 2010 zu halbieren. "Der Familienbericht des baden-württembergischen Sozialministeriums zeigt, dass ausländische Schüler strukturell benachteiligt werden. Baden-Württemberg ist bundesweit Spitzenreiter einer unrühmlichen Rangliste", sagte heute (8.11.) in Stuttgart der GEW-Landesvorsitzende Rainer Dahlem. Die GEW hatte bereits im Juni 2004 eine Studie vorgestellt, nach der im Südwesten die Gefahr für ausländische Kinder, aussortiert zu werden, dreieinhalb Mal höher ist als für deutsche Schüler/innen. 2,3 Prozent aller deutschen Kinder und Jugendlichen besuchten 2002 eine Sonderschule für Lernbehinderte. Bei den ausländischen Schülern liegt dieser Anteil bei 4,7 Prozent. "Ausländische Kinder müssen schon früh mit integrativen Maßnahmen individuell gefördert werden. Defizite können schon in der Grundschule behoben werden. Sie haben nichts mit einer echten Lernbehinderung zu tun. Dazu brauchen wir unter anderem Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen an allen Schularten", verlangte Dahlem. Die Daten des Familienberichts 2004 bestätigten auch die PISA-Ergebnisse. "Das gegliederte Schulsystem ist nicht in der Lage, soziale Benachteiligungen auszugleichen, sondern verstärkt diese. Im Interesse aller Kinder müssen wir uns in Richtung ‚Einer Schule für alle' aufmachen", sagte Dahlem. | Pressemitteilungen 2004 zurück... Weitere Informationen: GEW-Studie Juni 2004 | |||||