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PM 72/07: Schülerzahlen

26.10.07: Schülerrückgang für bessere Schulen nutzen

Wahlbetrug aufheben: Noch immer sind gut 200 Stellen gesperrt
(Zumeldung PK KM/Stat. Landesamt: Schülerzahlen)

Stuttgart – „Jede durch Schülerrückgang freiwerdende Lehrerstelle muss genutzt werden, um kleinere Klassen zu bilden, Förderangebote auszubauen, Unterrichtsausfall zu senken und mehr echte Ganztagsschulen zu schaffen. Noch immer hat die Landesregierung ihren Wahlbetrug nicht beendet und gut 200 eingesparte Stellen nicht freigegeben“, sagte am Freitag (26.10.07) in Stuttgart Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).
In diesem Schuljahr sind an vielen Schulen Förderangebote gekürzt worden und viele Schulen berichten im GEW-Internetportal von anhaltendem Unterrichtsausfall. „So lange sich diese Situation nicht verbessert, dürfen freiwerdende Stellen nicht in einem Verschiebebahnhof für andere Projekte im Bildungssystem abgezogen werden. An erster Stelle muss die Verbesserung der Lernbedingungen stehen“, sagte Dahlem.

Die Bildungsgewerkschaft setzt sich für eine langfristige Lehrerbedarfsplanung ein. „Mit den neuen Zahlen des Statistischen Landesamtes hat die Landesregierung die Chance langfristig zu planen, für welche Schularten und welche pädagogischen Projekte Lehrerstellen eingesetzt werden. Ein ähnliches Chaos wie bei der Lehrereinstellung im Sommer 2007 darf nicht mehr passieren“, so Dahlem.

Die GEW rechnet angesichts der weiter sinkenden Übertrittsquoten auf die Hauptschule damit, dass die Landesregierung vor der nächsten Landtagswahl die Tür für integrative Schulformen öffnen wird. „Die Hauptschule wird nicht von Eltern, Lehrer oder Journalisten schlecht geredet, sondern trotz der engagierten Arbeit der Lehrkräfte verschlechtern sich von Jahr zu Jahr die Chancen der Schülerinnen und Schüler. Dies wird auch die CDU Baden-Württemberg nicht auf Dauer ignorieren können“, sagte Dahlem.


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