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PM 75/04: PISA 2003

22.11.04: PISA 2003: Initiative für individuelle Förderung


GEW: Stagnation in der Lesekompetenz ist erschreckend

Stuttgart - Eine Initiative für bessere individuelle Förderung an den baden-württembergischen Schulen schlägt die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) angesichts der ersten Ergebnisse der internationalen Vergleichsstudie "PISA 2003" vor. "Wenn sich am 6. Dezember die Ergebnisse bestätigen, wäre es erschreckend, wenn weiterhin jeder vierte 15jährige nur auf Grundschulniveau rechnen und lesen kann. Seit Jahren werden in Baden-Württemberg Förderangebote reduziert. Wir brauchen deshalb schnell eine Initiative für mehr Förder- und Stützunterricht an den Grund- und Hauptschulen", sagte am Montag (22.11.) in Stuttgart der GEW-Landesvorsitzende Rainer Dahlem.

In den 2.600 Grund- und Hauptschulen mit gut 660.000 Schüler/innen gab es im Schuljahr 2003/04 nur für jede vierte Grund- und Hauptschulklasse eine Förderstunde und nur für jede zehnte Klasse eine Stunde Ausländerförderunterricht. "Für jeden Schüler standen im Durchschnitt 39 Sekunden pro Schuljahr zur Verfügung", so Dahlem.

Die enttäuschenden PISA-Ergebnisse hatte die GEW erwartet. "Seit 2001 ist die soziale Schieflage und mangelhafte Chancengleichheit in unserem Schulwesen bekannt. In den vergangenen Jahren wurde es in Baden-Württemberg versäumt, durch den Ausbau der individuellen Förderung und gezielte Lesekompetenztrainings auch die Chancen der aktuellen PISA-Generation zu verbessern", so Dahlem.


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