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PM 75/07: KiTa-Kongress

12.11.07: Kinderleicht lernen in Gruppen mit 28 Kindern?

GEW: Erzieher/innen erhalten zu wenig Unterstützung
(Zumeldung Kongress Kinderleicht lernen, 12.11.07, Stuttgart)

Stuttgart – „Es ist beeindruckend, mit welchem Einsatz in ganz
Baden-Württemberg Erzieherinnen und Erzieher sich für eine bessere Qualität
ihrer Kindertageseinrichtungen einsetzen und überall neue Bildungskonzepte
einführen. Die Beschäftigten werden aber von der Landesregierung und den
Trägern viel zu wenig unterstützt. Arbeitgeber und Politik müssen für
kleinere Gruppen, mehr Fortbildungen und eine bessere Bezahlung sorgen“,
sagte am Montag (12.11.) in Stuttgart Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg. In
Stuttgart findet heute der Kongress „Kinderleicht lernen“ statt.

Die wachsenden Anforderungen an Kindertageseinrichtungen stehen im Gegensatz
zu den Arbeitsbedingungen der Erzieher/innen. In vielen Kindergärten im
Südwesten gibt es immer noch viel zu große Gruppen mit bis zu 28 Kindern.
„Eine individuelle Beobachtung und Förderung ist dort nicht möglich. Auch
die Schere zwischen den Anforderungen an Erzieher/innen, den
Arbeitsbedingungen und der Bezahlung klafft immer weiter auseinander. Für
2100 Euro brutto sollen sie Bildungspläne umsetzen und Sozialarbeit leisten.
Wie will man junge Frauen und Männer mit Teilzeit, Befristung und
Niedriglöhnen für diesen schönen Beruf begeistern?“ so Dahlem.

Im Südwesten arbeiten 45.000 Erzieher/innen an über 7600
Kindertageseinrichtungen. 54 Prozent des pädagogischen Personals arbeitet in
Teilzeit, nicht alle davon freiwillig. Rund ein Viertel der Erzieher/innen
gibt in einer Studie der GEW an, dass keine Vollzeitstelle zu finden sei.


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