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Aktuell Presse Pressemitteilungen 2004 PM 79/04: PISA-Bildungsinitiative | ||||||
| PM 79/04: PISA-Bildungsinitiative | ||||||
| 7.12.04: Bier für Bildung GEW: Rothaus-Brauerei verkaufen - Erlös für PISA-Initiative Stuttgart - Mit dem schnellen Verkauf der landeseigenen Rothaus-Brauerei könnte die Landesregierung eine PISA-Bildungsinitiative finanzieren. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) schlägt vor, 2005 die südbadische Brauerei zu privatisieren und das Geld für zusätzliche Förderangebote in Grund- und Hauptschulen, die Reform der Lehrerbildung und die Rettung des zweiten Bildungswegs zu nutzen. "Nur einen Tag nach Bekanntgabe der für Deutschland mittelmäßigen PISA-Ergebnisse diskutiert morgen der Landtag über die Kürzung der Zuschüsse für den zweiten Bildungsweg. Kultusministerin Annette Schavan lobt immer wieder die Durchlässigkeit des baden-württembergischen Schulsystems. Wenn sie das ernst meint, darf sie nicht zulassen, dass durch die geplanten Kürzungen vielen die zweite Chance verbaut wird, in Abendschulen das Abitur, den Realschulabschluss oder die Fachhochschulreife zu erreichen", sagte am Dienstag (7.12.) in Stuttgart der GEW-Landesvorsitzende Rainer Dahlem. Morgen berät der Landtag das Haushaltsstrukturgesetz, nach dem die Zuschüsse für den zweiten Bildungsweg um ein Fünftel gekürzt werden sollen. Das würde zu einem Anstieg der Schulgebühren und zur Schließung zahlreicher Einrichtungen führen. Schavan: Mit Geduld kommt der Südwesten nicht in die PISA-Spitzengruppe Die GEW kritisiert die Reaktion der baden-württembergischen Kultusministerin auf die neuen PISA-Ergebnisse. "Die eingeleiteten Reformen wie die neuen Bildungspläne führen nicht dazu, dass die schwachen Schülerinnen und Schüler besser gefördert werden. Wenn Annette Schavan um fünf Jahre Geduld bittet, bis ihre Reformen wirken, lässt sie die Kinder und deren Eltern im Stich, die bereits jetzt zu den PISA-Verlierern zählen", so Dahlem. 5.700 Studierende nutzen den zweiten Bildungsweg Die Landesregierung will beim zweiten Bildungsweg im Jahr 2005 1,4 und im Jahr 2006 3,7 Millionen Euro streichen. Bisher gibt sie 16 Millionen Euro für die Abendschulen aus. Für die Schüler/innen würden durch die geplanten Kürzungen beim zweiten Bildungsweg nach Einschätzung des Volkshochschulverbands zusätzliche Gebühren von bis zu 1.000 Euro jährlich entstehen. Da viele dies nicht bezahlen könnten, müssten zahlreiche Einrichtungen geschlossen werden. In Baden-Württemberg besuchen 5.700 Studierende Abendschulen, um dort vor allem einen Realschulabschluss, die Fachhochschulreife oder das Abitur zu erreichen. Der Ausländeranteil liegt bei den Studierenden bei rund einem Viertel. Es gibt im Südwesten 39 Abendrealschulen, 18 Abendgymnasien und vier Kollegs. Lehrerbildung Die GEW schlägt unter anderem vor, ein Landesinstitut für Lehrer/innenbildung zu gründen, einen Strukturplan für die Lehrer/innenbildung zu entwickeln und die Kooperation zwischen Universitäten und Pädagogischen Hochschulen sowie den Hochschulen und den Seminaren zu verbessern. 39 Sekunden Förderunterricht pro Schüler/in In den 2.600 Grund- und Hauptschulen mit gut 660.000 Schüler/innen gab es im Schuljahr 2003/04 nur für jede vierte Grund- und Hauptschulklasse eine Förderstunde und nur für jede zehnte Klasse eine Stunde Ausländerförderunterricht. "Für jeden Schüler standen im Durchschnitt 39 Sekunden pro Schuljahr zur Verfügung", so Dahlem. | Pressemitteilungen 2004 zurück... Weitere Informationen ![]() Lehrerbildung reformieren! | |||||