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PM 83/06: Erzieherinnen

18.11.06: KiTa-Träger sparen bei Fortbildungen

GEW: Mehr Vorbereitungszeit für Erzieher/innen

Freiburg – Die Bildungsgewerkschaft GEW macht sich für mehr Fortbildungen und längere Vor- und Nachbereitungszeiten für Erzieher/innen stark. „Für eine bessere Förderung der Kinder brauchen Erzieherinnen und Erzieher mehr Zeit. Experten empfehlen, dass ein Drittel der Arbeitszeit für die Vorbereitung, Beobachtungen und Dokumentationen sowie Elternarbeit zur Verfügung stehen sollten. Die Arbeitszeiterhöhung durch den neuen Tarifvertrag muss für Qualitätsverbesserungen eingesetzt werden“, sagte am Samstag (18.11.) in Freiburg Hagen Battran, südbadischer Bezirksvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

An einer KiTa-Tagung unter dem Motto „Wir können alles!? Erzieher/innen zwischen Anspruch und Wirklichkeit“ nahmen 300 Erzieher/innen aus Südbaden teil. Dies ist die größte Fortbildungsveranstaltung für diese Berufsgruppe in Südbaden.

Die GEW beobachtet einen Rückgang des Fortbildungsangebots. „Wir stellen fest, dass die KiTa-Träger Fortbildungen nur genehmigen, wenn sie im Rahmen des Orientierungsplans stattfinden. Es darf nicht sein, dass andere Fortbildungen zum Beispiel zur Musikpädagogik und Bewegungserziehung deshalb vernachlässigt werden“, so Battran.

Die GEW verlangt als nächsten Schritt eine bessere Bezahlung der Erzieher/innen. „In der Auseinandersetzung zum Tarifvertrag zur Regelung der Arbeitszeit haben die Erzieherinnen eine tragende Rolle gespielt. Dieses Potenzial werden wir nutzen, um eine bessere Eingruppierung von Erzieherinnen zu erreichen“, so Battran. Die geplante Grundeingruppierung einer staatlich ausgebildeten Erzieherin in Entgeltgruppe 6, Stufe 2, würde für diese ein Monatsgehalt von nur 1.960 Euro brutto bedeuten.


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