|
Aktuell Presse Pressemitteilungen 2004 PM 84/04: Rauchverbot | ||||||
| PM 84/04: Rauchverbot | ||||||
| 23.12.04: Rauchverbot: Verbote lösen das Problem nicht GEW unterstützt Kultusministerin Schavan Stuttgart - "Statt Verbote zu verhängen, die auf den Toiletten oder auf der anderen Straßenseite locker umgangen und nicht kontrolliert werden können, sollten die Schulen das Problem eigenständig und vernünftig regeln, was übrigens schon heute fast überall geschieht", sagte heute (23.12.) in Stuttgart Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg. Die GEW unterstützt damit den Kurs von Kultusministerin Annette Schavan, die sich bisher auch gegen ein landesweites Rauchverbot an Schulen ausgesprochen hat. "Das Thema Rauchverbot zählt nicht zu den wichtigsten Problemen an unseren Schulen. Die Landtagsabgeordneten sollten ihre Kraft darauf konzentrieren, die unzureichenden Lern- und Arbeitsbedingungen in den überfüllten Klassenzimmern zu verbessern. Ein landesweiter Anspruch auf ausreichende individuelle Förderung für alle Kinder und Jugendlichen wäre eine wichtigeres Ziel, als ein neues Verbot, das die Drogenprobleme nicht aus der Welt schaffen wird", so Dahlem. "Mit generellen Verboten sind solche Probleme nicht zu lösen. Schulen sind keine Schonräume und schon gar keine Tabuzonen, in denen der Eindruck erweckt werden darf, als gäbe es die gesellschaftliche Wirklichkeit nicht. Und diese besteht nun einmal darin, dass Rauchen zwar in hohem Maße gesundheitsschädlich ist, dass aber auch Kinder und Jugendliche Tag für Tag mit rauchenden Menschen in Kontakt und mit Reklame für Zigaretten konfrontiert sind. Wichtig ist, dass das Problem selbst offen im Unterricht thematisiert wird mit dem Ziel, Kinder und Jugendliche stark zu machen gegenüber den vielfältigen Gefährdungen, denen sie im wirklichen Leben ausgesetzt sind", so Dahlem. | Pressemitteilungen 2004 zurück... Schule ist kein Schonraum Dahlem zum Rauchverbot | |||||