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Pfad zur Seite:Startseite - Aktuell - Zeitschrift b&w - b&w 2009 - Januar/Februar 2009 - Schulleitungen

Schulleitungen

(b&w 1-2/09
Seite 8)

Schulleitungen machen Arbeit von Sekretärinnen

Die GEW spricht sich für mindestens eine halbe Stelle Leitungszeit für Schulleitungen aus. „Kultusministerium und die Schulträger behandeln Schulleiterstellen so, als seien es Nebenjobs. Die Chefs an der Schule brauchen mehr Zeit und bessere Fortbildungsangebote“, forderte die GEW-Landesvorsitzende Doro Moritz anlässlich einer Pressekonferenz Mitte Dezember.

„Was nützt den Schulleitungen der größere Gestaltungsspielraum für die Schulen, wenn gleichzeitig mehr statt weniger Bürokratie entsteht und wir Schulleiter/innen kostbare Zeit nicht für die Qualitätsentwicklung, sondern zum Ausfüllen von Statistiken einsetzen müssen,“ bekräftigte auch Nuri Kiefer, Schulleiter der Geschwister-Scholl-Realschule Pfinztal-Berghausen. Notwendig sei eine professionelle Unterstützung der Schule im Verwaltungs- und Organisationsbereich und in den Bereichen Gesundheit, Sicherheit und Hygiene. An größeren Schulen sollen Verwaltungsassistent/innen eingesetzt werden, an den kleineren Schulen das Sekretariat aufgestockt werden.

„Es darf nicht sein, dass Schulleiter/innen nur damit beschäftigt sind, ihren Computer mit Statistiken über ihre Schüler zu füttern. Es muss genügend Zeit für die pädagogische Leitung und Weiterentwicklung bleiben“, so Moritz. Die Aufgaben, die anfallen, sind an allen Schulen ähnlich. Vor allem an den kleinen Schulen sind Schulleitungen Chefs, Sekretariate und Klassenlehrer/innen in einem. Dadurch leidet die Attraktivität des Berufes. Es ist ein stetiger Rückgang bei den Bewerbungen auf freie Schulleitungsstellen zu verzeichnen.

Die GEW, in der die meisten Schulleiter/innen Baden-Württembergs organisiert sind, hat in den vergangenen Wochen landesweit auf zahlreichen Veranstaltungen für mehr Unterstützung der Schulleiter/innen geworben. Quer durch das Land fanden Vorträge und Diskussionen für und mit den Betroffenen statt. Im Kreis Esslingen-Nürtingen beispielsweise organisierte Hans Dörr, Kreisvorsitzender und im Leitungsteam des AK Schulleitung engagiert, ein Hearing mit anschließender Diskussionsrunde. Knapp 40 Teilnehmer/innen, darunter auch drei Landtagsabgeordnete, zeigten ihr Interesse. Auf nahezu allen Veranstaltungen wurden Resolutionen verabschiedet, welche die Landesregierung und das KM auffordern, sich mehr als bisher für die Belange von Schulleitungen und damit auch für Schulen insgesamt einzusetzen. Sowohl die regionale und überregionale Presse als auch der Südwestrundfunk und einzelne Radiosender haben hierüber berichtet.

Nuri Kiefer

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