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| PM 24/10 Realschüler/innen müssen draußen bleiben Zu wenige Plätze an Beruflichen Gymnasien: Kultusministerin Schick soll Sofortprogramm für Berufliche Schulen starten Stuttgart – Die Bildungsgewerkschaft GEW erwartet von Kultusministerin Marion Schick ein Sofortprogramm für die Beruflichen Schulen. „Jeden Tag erreichen uns Meldungen von Eltern und unseren zahlreichen Mitgliedern unter den Lehrerinnen und Lehrern an Beruflichen Schulen, dass Realschüler trotz eines guten Notendurchschnitts im September keinen Platz an den Beruflichen Gymnasien bekommen. Wir erwarten von Kultusministerin Marion Schick, dass sie ihre Versprechen einlöst und durch zusätzliche Klassen an den Beruflichen Gymnasien den Absolventen der Realschulen einen Schulplatz anbietet“, sagte am Donnerstag (22.04.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Die GEW berichtet, dass teilweise ein Notenschnitt von 2,3 nicht ausreicht, um einen Platz an einem Beruflichen Gymnasium zu erhalten. Das Kultusministerium hat festgelegt, dass der Schnitt von 3,0 als Zugangsvoraussetzung ausreicht. Die Bildungsgewerkschaft kritisiert die grundsätzliche Ausstattung der Beruflichen Schulen, die seit Jahren ein sogenanntes „strukturelles Unterrichtsdefizit“ haben. Das heißt, sie bekommen schon zu Schuljahres-beginn zu wenige Lehrer/innen zugewiesen, sodass auch ohne Krank-heitsfälle Unterricht ausfällt. Im Schuljahr 2009/10 wurden aufgrund fehlender Stellen 18.721 Lehrerwochenstunden nicht unterrichtet, das ist 4,5 Prozent des gesamten Unterrichts. Zusätzlich haben die Lehrer/innen an den Beruflichen Schulen fast 20.000 Überstunden geleistet, um die Schüler/innen nicht so oft nach Hause schicken zu müssen. Die GEW macht sich auch für eine bessere Bezahlung junger Lehrer/innen an Beruflichen Schulen stark. „Warum wird ausgerechnet das Gehalt der jungen Lehrerinnen und Lehrer abgesenkt? Für viele ist ein Arbeitsplatz in der freien Wirtschaft attraktiver als am Lehrerpult. Der Lehrermangel an Beruflichen Schulen wird sich weiter verschärfen, wenn die Landesregierung nicht die Gehaltskürzungen bei den Junglehrern zurücknimmt“, sagte Moritz. Alle Lehrer/innen in Baden-Württemberg bekommen derzeit in den ersten drei Berufsjahren vier Prozent von ihrem Gehalt abgezogen. | Pressemitteilungen 2010 zurück... | |||||