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PM 31/10 Lehrermangel an Gymnasien verschärft sich

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PM 31/10 Angestellte Lehrer/innen protestieren in Stuttgart: „Aussitzen gilt nicht!“

Angestellte Lehrer/innen protestieren in Stuttgart:

„Aussitzen gilt nicht!“

GEW: Verschärfung des Lehrermangels durch schlechte Bezahlung

Stuttgart – Unter dem Motto „Aussitzen gilt nicht!“ haben heute (03.05.) angestellte Lehrer/innen aus Baden-Württemberg mit Plakaten und Klappstühlen auf dem Stuttgarter Schlossplatz in Sichtweite des Kultusministeriums für bessere Bezahlung protestiert. „Die GEW akzeptiert nicht mehr länger, dass in Baden-Württemberg 10.000 und bundesweit mehr als 200.000 Lehrkräfte an staatlichen Schulen keinen Tarifvertrag haben, der ihre Eingruppierung regelt. Angestellte Lehrkräfte haben im Monat mindestens 600 Euro weniger auf ihrem Konto als Beamte“, sagte am Montag (03.05.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). An der symbolischen Aktion in Stuttgart haben sich 50 Lehrer/innen beteiligt, morgen sind die angestellten Lehrer/innen zu einem landesweiten Warnstreik aufgerufen.
Derzeit verhandelt die GEW mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) erstmals über einen eigenständigen Eingruppierungstarifvertrag für diese Beschäftigten (Lehrer-Entgeltordnung: L-EGO). Am 28. April endete die fünfte Verhandlungsrunde erneut ohne Ergebnisse. In den Verhandlungen geht es auch darum, die großen Unterschiede in der Netto-Bezahlung zwischen Angestellten und verbeamteten Lehrer/innen auszugleichen.
Derzeit gehen angestellte Lehrer/innen im Durchschnitt mit 600 bis 800 Euro weniger in der Tasche „nach Hause“ als ihre verbeamteten Kolleg/innen. Bisher wurde die Bezahlung der angestellten Lehrkräfte einseitig durch die Finanzminister der Bundesländer bestimmt. Die Entgeltordnung für Lehrkräfte wird die Reformen der Besoldungsstruktur der Beamt/innen beeinflussen. Von den Ergebnissen wird auch die künftige Attraktivität des Lehrerberufs abhängen. Die Bildungsgewerkschaft GEW befürchtet eine Verschärfung des Lehrermangels an mehreren Schularten.
In diese Woche sind bundesweit Aktionen geplant. Am Dienstag (04.05.) findet ein landesweiter Warnstreiktag in Baden-Württemberg, Rheinland- Pfalz und dem Saarland statt. Die zentrale Kundgebung ist in Karlsruhe.



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